Edgar Dürholt
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Mandalay

Burma 1979

Im Frühsommer musste ich wieder beruflich nach Singapore und damit war die Chance gegeben für eine Woche nach Burma zu fliegen. Nach wie vor herrscht in Burma eine Militärjunta, die das Land fest im Griff hat und infolgedessen es den Menschen mehr schlecht als recht geht. Sofort nach der Abfertigung in Rangun kam ein junger Mann auf mich zu und bot mir an mein Agent zu werden, bzw. ich möchte ihm doch eine Vertretung von irgendetwas vermitteln! Ich solle es mir überlegen, denn bei Abflug sei er wieder da!? Ich fuhr mit einem uralten klapprigen Taxi durch eine Stadt mit heruntergekommenen Häuserreihen zu meinem Hotel, das einst die Russen gebaut hatten. So sah es auch aus. Mich hielt es nach einer ausgedehnten Besichtigung der Shwe-Dagon-Pagode nicht allzu lange in Rangun, sondern mein nächstes Ziel war Pagan am Irrawaddy (Fluss).

Pagan war um etwa 1100 die Hauptstadt Birmas, daher wahrscheinlich die vielen Pagoden. Dort haben mir zwei junge Burschen mit einem klapprigen Auto angeboten, mich zu den unzähligen Pagoden der Umgebung zu fahren und mir darüber zu erzählen. So verbrachte ich die nächsten 2 Tage mit diesen jungen Männern, die abwechselnd von den Pagoden und von Edelsteinen, die man preiswert erstehen könnte, erzählten. Abends zog ich mich in meinen „Irra Inn“ zu meiner mitgebrachten Flasche Whisky zurück. Ich hatte das Gefühl nach dem Essen vorsichtshalber einen ordentlichen Schluck nehmen zu müssen.

Von Pagan flog ich nach Mandalay, der letzten Hauptstadt Birmas. Die Stadt liegt etwa in der Mitte des Landes am Mittellauf des Irrawady. Die Klosteranlage, die sich bis hoch über der Stadt auf einem Berg erstreckt, zählt zu einer der schönsten Anlagen des Landes. Rechts und links des Pfades nach oben hatten Händler ihre Stände aufgeschlagen und sie verkauften religiöse Souvenirs an fromme Pilger und Antiquitäten. Hier habe ich meine Opiumgewichte und ein kunstvoll bemaltes buddhistisches „Kochgeschirr“ eines Mönches erstanden. In Mandalay  hatte ich mich für eine Stadtführung entschieden und pünktlich um 10 Uhr erschien eine junge Frau. Sie führte mich natürlich auch zu einem Goldschmied, der mir sehr filigrane Stücke zeigte, wovon ich auch eines erstand. Danach musste ich mit der jungen Frau zu ihrer Schwester, der sie mich als Guliano Gemma vorstellte. Offenbar sah ich ihm in ihren Augen recht ähnlich.

Als wir uns verabschiedeten übergab sie mir einen Brief an einen amerikanischen Freund, der in dem Hotel wohnte, in dem ich noch eine Nacht sein würde. Ich solle doch den Brief unter der Tür von Zimmer Nr. x schieben!

Von Rangun über Pagan nach Mandalay war ich geflogen, doch zurück nach Rangun wollte ich mit dem Zug. Wir hatten Monsunzeit und weite Flächen um uns herum waren auf der Zugfahrt wie in Wasser getaucht. Manchmal sah es so aus, als würden wir auf dem Wasser fahren, denn von einem Bahndamm war nichts mehr zu sehen. Auf den Bahnsteigen der Bahnhöfe, an denen wir anhielten, verkauften fliegende Händler Früchte und Säfte. Im Hotel in Rangun angekommen, schob ich den Brief unter die Tür, aß zu Abend und ging zu Bett, denn es war schon ziemlich spät. Am nächsten Mittag fuhr ich zum Flughafen, um nach Bangkok zu fliegen. Bei der Zollkontrolle wollten die Zöllner mir dann meine Opiumgewichte abnehmen, denn die seien denkmalgeschützt! Ich hatte zwar eine Quittung, auch für die umgetauschten Dollar, doch die wollte man gar nicht sehen, sondern wahrscheinlich Bares! Bei diesem Hin und Her steht plötzlich wieder der junge Mann von der Anreise neben mir und fragt was los ist. Ich erkläre es ihm und er redet ausgiebig mit dem Zöllner, der mich letztendlich meine Opiumgewichte wieder einpacken lässt. Ich darf sie behalten! Nun wollte ich mich natürlich dem jungen Mann gegenüber erkenntlich zeigen und lud ihn zu einem Getränk ein. Hier machte ich einen großen Fehler! Aus Höflichkeit trank ich auch einen Saft, in dem Eiswürfel waren! Ich habe es bis auf die Toilette im Hotel in Bangkok geschafft, fragt mich aber bitte nicht welche Schmerzen ich durchlitten habe! Da saß ich nun für mehrere Stunden und wollte weder leben noch sterben.