Edgar Dürholt
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Nepal im Dez. 1978 u. 1997

Um die vielen Schätze dieses Landes mit seiner für uns so exotischen Kultur genießen zu können, muss man bereit sein, sich den Landesgegebenheiten ein wenig anzupassen bzw. über einiges hinweg zu sehen. Die Hygiene lässt in fast allen Lebensbereichen ziemlich zu wünschen übrig. Daraus folgert, dass man beim Essen extrem vorsichtig sein sollte, wenn man nicht einen Teil seiner Reise auf der Toilette statt bei einer Besichtigung verbringen möchte.

Als ich 1997 wieder in Nepal war, hatte sich diesbezüglich wenig geändert!

Imodium sollte auf keinem Fall in der Reiseapotheke fehlen!

Wenn man aber die nötige Vorsicht walten lässt, dann lassen sich die Schätze des Landes genießen. Weite Teile Katmandus, Baktapurs oder Patans könnte man auch als Freilichtmuseum bezeichnen. Mit deutscher Hilfe wurden viele dieser wunderbaren und kunstvollen Gebäude restauriert, obwohl manches so aussieht als bedürfe es erneut dringender Zuwendung.

Die wohl exotischste Begegnung hatten wir 1997 unweit der Verbrennungsstätte in der Nähe von Katmandu. Oberhalb der Verbrennungsstätte bzw. jenseits des kleinen Flusses, in dem nebenbei auch Wäsche gewaschen wird, lungerten ein paar heilige Männer, Sadus rum. Ihre Heiligkeit scheint sie vor Krankheiten zu bewahren, denn wer so verschmutzt und verwahrlost aussieht, müsste nach unserem Verständnis in Kürze todkrank sein. Doch einer dieser Kerle bietet uns für ein paar Münzen an, einen mit Wasser gefüllten Eimer mit seinem Penis hoch zu heben. Das wollen wir natürlich nicht verpassen! So schlingt er die Haut seines Schniedelwutzes durch eine Schlinge, an der der Eimer befestigt ist und hebt diesen wahrhaftig mit der Haut seines Gliedes hoch! Wir trauten unseren Augen nicht. Was ein  Schniedelwutz so alles aushält! Aber trotzdem möchte ich niemandem empfehlen dem Sadu nachzueifern, es könnte auch anders enden.

Als ich im Dez. 1978 mit meiner Familie in Nepal war, wollte ich auch unbedingt mit einer Pilatus Porter  (ein einmotoriges Flugzeug speziell für die Berge) zum Mt. Everest Hotel nach Lukla fliegen. Es ist ziemlich schwierig an einen Flug heranzukommen, da oft das Wetter einen Strich durch die Rechnung macht bzw. der Bedarf größer als das Angebot ist.

Ich hatte Glück und konnte einen Flug hin und zurück mit der selben Maschine bekommen. Eigenartigerweise gab man mir ein Schreiben mit, in dem beschrieben wurde, dass ich 30 Minuten nach der Landung auch sofort wieder den Rückflug antreten würde! Dies war ziemlich wichtig, denn wir hatten für den Nachmittag dieses Tages einen Flug zu den Tiger Tops im Süden Nepals gebucht.

Der Abflug zum Mt. Everest verzögerte sich am Morgen wieder mal durch zu dichten Nebel. Als es endlich soweit war und wir abgehoben hatten, bat mich der Pilot die Pedale zu prüfen, denn sie kamen ihm zu leichtgängig vor. Ich hatte zwar eine Fluglizenz und war mit Pedalen vertraut, konnte aber seine Feststellung nicht nachvollziehen. Trotzdem flogen wir zurück nach Katmandu und ein geringes Anziehen der Feststellschraube schuf Abhilfe. Nun ging es endlich los. In diesen Höhen ist natürlich für einmotorige Maschinen nicht ein Fliegen über den Bergen angesagt, denn die sind zu hoch, sondern es geht an den Hängen in den Tälern entlang. Es war faszinierend so an den Wänden entlang der Berge zu fliegen, manchmal meinte man einen Felsvorsprung abzureißen. Die Landebahn in der Nähe des Mt. Everest Hotels ist besonders beeindruckend, denn sie sieht eher wie ein Geröllfeld als eine Landebahn aus, außerdem geht sie bergaufwärts! Nun verstand ich auch, warum das Spiel der Pedale nicht akzeptabel war. Bei der Landung sprangen die Räder praktisch von Stein zu Stein bis wir endlich kurz vor einem Felsen zum Stillstand kamen.

Wir sprangen aus der Maschine und wurden von den Rückreisenden begrüßt. Da ich ja nach 30 Minuten zurückfliegen musste, hatte ich alle Hände voll zu tun, um ein paar Meter Film in die Kamera zu bekommen. Folglich rannte ich herum und wunderte mich, dass ich keine Luft bekam. Ich hatte vergessen, dass wir uns in einer Höhe von über 4.000 Metern aufhielten, da sollte man sich etwas langsamer bewegen.

Als ich nun zur Maschine ging und einsteigen wollte, waren alle 7 Plätze belegt! Ich zeigte dem Flugzeugführer mein Schreiben, dass darauf hinwies, dass ich wieder mitfliegen müsse, doch dieser rührte sich nicht weiter, sondern zeigte auf zwei Leute, die einfach zugestiegen seien. Als ich diese beiden darauf ansprach, erzählten sie mir, dass er Arzt und sie Krankenschwester seien und in das nächste Dorf mitfliegen müssten, da dort ein Mann von einem Bären angegriffen worden sei, der ärztlich versorgt werden müsse. Da war ich erst einmal sprachlos, denn was macht man in einer solchen Situation?! Man kann doch nicht einfach sagen, dies kümmert mich nicht! Doch schließlich hatte ich den Mut zu sagen, dass er als Arzt ja mitfliegen könne und sicher vor Ort jemand sei, der ihm auch Hilfestellung leisten könne. Dies wurde erst einmal verneint, doch nach einigem Gemurmel stiegen dann plötzlich beide aus! Als sie außer Hörweite waren erklärten mir die anderen Mitfliegenden, dass es keinen Verletzten gäbe, sondern die beiden zu ihren Freunden zu Weihnachten in das nächste Dorf wollten. Etwas derartiges zu erfinden, um jemanden seinen Platz im Flugzeug streitig zu machen, ist wohl mehr als dreist und unverschämt!

Zu allem Überfluss stellte sich dann auch noch heraus, dass die beiden deutsche Entwicklungshelfer waren!!!

Auch der Rückflug sollte zu einem Leckerbissen werden, den ich auf dem Copilotensitz miterleben konnte. Der Pilot rollte die Maschine an den äußersten Zipfel der Rollbahn und erklärte mir, dass die Piste zu kurz ist, um an ihrem Ende genug Aufwind zu haben. Daher würden wir nach Verlassen der Rollbahn ein wenig in die Tiefe stürzen, um Fahrt bzw. genug Aufwind unter die Flügel zu bekommen! Das ist vielleicht ein komisches Gefühl, die Rollbahn ist zu Ende, man hängt in der Luft und würde sofort abschmieren, wenn die Maschine nicht sofort kopfüber in die Tiefe schießen würde!

In Katmandu angekommen, konnte ich direkt in unsere Maschine zu den Tiger Tops im Chitwan Nationalpark umsteigen. Tiger Tops ist ein Wildreservat, in dem u. a. auch Tiger geschützt leben und die Wildhüter ihnen Namen gegeben haben. An einem Vormittag bin ich einmal mit einem der Wildhüter auf Pirsch durch den dichten Urwald gegangen, doch leider oder Gott sei Dank, haben wir keinen gesehen, sondern nur seine Tatzenabdrücke auf dem Pfad. Der Wildhüter konnte an der Tatze erkennen, um welches Tier es sich handelte.

Auf dem Rücken von Elefanten haben wir hier einige Ausritte entlang dem Flussufer und dem sich anschließenden Wald gemacht. Von dort oben hat man eine herrliche Aussicht und kann somit vom Rücken dieser Riesen die Tierwelt bewundern.

In der Ferne sahen wir am Abend bei Sonnenuntergang vom Flussufer des Gandak aus die Anapurna Range in einem verträumten warmen Licht.