Edgar Dürholt
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Crocodile Bridge Camp

Diese Reise nach Zimbabwe und durch den Krüger National Park zurück nach Somerset West wird es insgesamt auf ca. 6.000 km bringen!

Am 1.10. ging es los. Von S/W nach Bloemfontein ca. 1021 km. Ab Paarl immer der N 1 nach Nordosten folgend über Worcester, Laingsburg, Beaufort West, Richmond, Colesberg nach Bloemfontein im Free State. Nicht nur die Bayern haben ihren Freistaat!

 

Um 4 Uhr mussten wir aufstehen. Chris sieht mich wie immer um diese Zeit grimmig an!

Um 6:15 sind wir soweit. Alarmanlage an und Tore zu. Auf geht es.

 

Wir fahren also nach Norden in unbekanntes Gebiet (für uns). Die Gegend ab Worcester bis kurz vor Bloemfontein ist unwirklich, dort müsste man mal einen deutschen Bauern zur Bewirtschaftung eines Hofes hinschicken, ich denke er wäre in 14 Tagen wieder zurück. Und doch ist das ganze Land von Bauern besiedelt. In 1989 war ich einmal in Upington sonntags Mittag im Restaurant. Dort saßen die Leute aus dem umliegenden Land zu Tisch. Alle im sogenannten Sonntagsstaat!! Die schwarzen Kellnerinnen servierten mit weißen Spitzenhandschuhen!!

Im Laufe der Zeit lerne ich schnelleres Fahren, d.h. wir kommen mit 140- 180 voran. Folglich sind wir um 14:30 in Bloemfontein im Hotel City Lodge, nichts Tolles, aber wie ein europäisches Businessmen Hotel der mittleren Klasse.

Natürlich sind wir für diese Reise gut ausgestattet, d.h. wir wollen auf einige

Annehmlichkeiten nicht verzichten und haben in Folge einen Autokühlschrank dabei.

Die Bedienungsanweisung meines Wagen sagt, dass man stromabsaugende Quellen

eingeschaltet lassen kann, denn der Computer des Wagen stellt diese frühzeitig ab, damit der Motor mindestens noch starten kann. Dem glaubte ich!! Als ich am nächsten Morgen in Bloemfontein den Wagen starten wollte, ich hatte allerdings vorher den Kofferraum elektrisch geöffnet, gab der Starter keinen Ton von sich! Hätte ich den Kofferraum nicht öffnen sollen?!

Nun war ich vorausschauend Mitglied der AA geworden. Also die AA (Automobile Association) angerufen. Gesagt getan, die Dame am Telefon wollte von mir den Hersteller und die Serie des Wagens wissen, also sagte ich 7er, worauf sie fragte, ob es ein 316er sei??!!

Da nach 45 Minuten sich niemand telefonisch meldete wie ausgemacht, habe ich den Hotel Manager um ein Starterkabel und seine Hilfe gebeten. Wir hatten das Problem in 5 Minuten gelöst.

Der Wagen lief wieder wie geschmiert, ohne AA Hilfe.

 

Am 2.10. ging es weiter nach Nylstroom ca. 580 km ins Shangri-La (Exclusive Getaways). Aber vorher mussten wir in Johannesburg am Flughafen vorbei, um beim Zoll meinem Carnet den Eingangsstempel zu verpassen. Man könnte sich nun fragen, wieso jetzt? Die Antwort ist recht einfach, denn beim Eintreffen des Wagens vor einem Jahr hatte man dies vergessen!!

Um bei der nötigen Ausreise keine Probleme zu haben, wollte ich eben diesen Stempel. Johannesburg ist ein Mollloch von Stadt. Hier möchte ich nicht wohnen!!

Nachdem der Stempel seinen Platz gefunden hatte, ging es weiter zum Paradies (Shangri-La).

Wie gesagt, ich kam gut voran und hatte mich an die Regeln des Verkehr gewöhnt, d.h. der Vordermann zieht nach links auf den breiten Standstreifen, damit man überholen kann, die Straße wäre zu schmal für ein Überholmanöver plus Gegenverkehr, selbst auf Teilen der Autobahn. Selbst zieht man auch auf den Standstreifen, wenn jemand vom Gegenverkehr seinen Vordermann überholt. Eine sehr effektive Sache die auch funktioniert, denn 99 % spielen mit.

Also waren wir wieder mit erhöhtem Tempo unterwegs, als jemand weit genug vor uns auf die Fahrbahn sprang! Es war ein Polizist, der mir verklickerte, dass ich gerade mit 165 km/h (120 km/h ist Höchstgeschwindigkeit) sein Radar passiert hätte. Er fragte nach meinem Führerschein und las mir die Strafe aus einem Katalog vor, d.h. R 750,- ( € 90,-). Nun musste ich ihn natürlich fragen, ob wir darüber nicht verhandeln können. Seine Antwort war, wieviel wollen sie denn zahlen? Erst war ich ganz verdutzt, dass dies so schnell ging, doch dann habe ich gesagt, dass R 400,- ok seien. Er schlug ein und ich war R 400,- ohne Quittung los. Er hatte ein gutes Los gezogen und ich keine weiteren Scherereien, aber!

Weiter ging es anfangs mit nur 135 km/h, doch man merkt ja nicht, dass es wieder 160-180 werden.

Im Shangri-La war es nicht ganz wie im Paradies, sondern dort hätte mal etwas, besonders im Bad, renoviert werden müssen, doch dafür lag es Mitten im Wald unweit der Autobahn. Allerdings habe ich Butter, Brühwürfel, Käse etc. im Kühlschrank liegen lassen, und dies trotz Nachfrage von Christine!! Ihr könnt Euch denken, wie es mir erging?!

 

Am 3.10. ging die Fahrt weiter nach Bubi River über Pietersburg, Louis Trichardt und Messina, in  Simbabwe  = 440 km , aber natürlich war der Grenzübertritt etwas Besonderes. Doch bevor wir zur Grenze fuhren, um die Abfertigung hinter uns zu bringen, fuhren wir in Messina, 10 km vor der Grenze, zur Polizei, um meine Pistole zu deponieren. Die Polizisten wiesen jedoch ab und beschrieben mir den Weg zu einem Waffenhändler, der die Pistole für mich in Verwahrung nehmen würde. Dem war so und kostete nicht einmal Geld, aber dafür erfuhr ich, dass bei der Polizei die Waffen gestohlen wurden und daher man diese nicht mehr annehmen wollte. Außerdem habe ich ihm sozusagen als Danke Schön eine Schachtel 44-40 abgekauft.

An der Grenze haben wir uns auf der südafrikanischen Seite erst einmal Dank keiner Beschriftung verfahren und landeten bei den LKWs. Doch dies ist ja recht schnell wahrzunehmen, sodass wir dann doch noch den richtigen Weg fanden. Auf südafrikanischer Seite lief alles reibungslos und schnell ab, aber dafür hatten wir um so mehr Belustigung auf der Seite von Zimbabwe. Auch hier gab es einen Laufzettel, doch niemand der noch nicht dort war, weiß wo es den gibt. Also stand plötzlich ein frisch gekleideter Mann neben uns und hielt uns Formulare entgegen, die er auch sofort auszufüllen begann. Meine Augen suchten nach irgendeinem Hinweis auf seinem Hemd, das ihn als Offiziellen auswies, doch nichts von dem war zu sehen. Dann kam doch noch ein Offizieller in Uniform und unser Helfer war plötzlich mit den bereits ausgefüllten Formularen verschwunden. Nun standen wir wieder wie die Hornochsen da und 100 Schwarze um uns herum, die sich auszukennen schienen. Ich hielt die Stellung in einer Schlange und schickte Christine los den Uniformierten zu suchen, um neue Formulare zu erhalten. Sie kam mit ihm zurück, um uns auf Befragung nach dem Verschollenen Helfer zu erklären, dass dies ein Dieb gewesen sei und er ihn weggeschickt habe! War doch nett, oder?

Als erstes durften wir dann Brückengebühr von € 6,-, Visa € 60,-, Abgasgebühr (!!) € 16,- sowie Versicherung von € 5,-  für einen Tag, obwohl wir eine gültige Versicherung für Zimbabwe hatten, bezahlen. Nun kann sich Mugabe sicher noch einen Whisky mehr leisten, bevor er endlich verschwindet.

Von den 80 km zu Bubi River Lion & Elefant Lodge gibt es nicht viel zu berichten, außer dass auf dieser Strecke mindestens 6 tote und vertrocknete Rinder im Straßengraben lagen. Die Menschen am Straßenrand sehr freundlich winkten und die Lodge selbst zu wünschen übrig ließ. Das können auch prachtvolle hohe Bougainvilleas nicht verdecken. Die Inflationsrate bzw. der Verfall der Währung in Zimbabwe ist so enorm, dass die Lodge ab kommenden Montag die Preise verdoppeln muss! Im Lande selbst gibt es in Folge der gewaltigen Inflation keine Geldscheine mehr.

Am 4.10 bei der Ausreise aus Zimbabwe durften wir wieder Brückengebühr bezahlen!

Wie es rund um den Grenzposten aussieht, darf sich jeder in seiner Phantasie vorstellen.

Man kann dabei nicht übertreiben.

 

Heute hatten wir nur 380 km zu fahren, die allerdings auf Landstraßen und im Park mit max. 40 km!

In Messina haben wir schnell noch meine Pistole abgeholt, und weiter ging es Richtung Krüger National Park mit der Einfahrt durch das Pafuri Gate im äußersten Norden. Schon auf der Fahrt zu unserem Quartier in Punda Maria, haben wir ca. 30 Elefanten gesichtet, und zwar sogar 3 in einem tiefen Pool beim Sex erwischt!

Nachdem wir eingecheckt haben, hat Christine uns erst einmal ein Paar Würstchen heiß gemacht, damit wir gestärkt eine Rundfahrt mit eigenem Wagen machen konnten. Wieder hatten wir Glück und haben bestimmt noch einmal 30 Elefanten in kleineren Gruppen ziemlich nah gesichtet. Nachdem wir dann auch noch eine große Herde Büffel vor uns hatten, haben wir schon 2 der Big Five am ersten Tag im Park gesehen. Die Höchsttemperatur war heute 45,5 Grad Celsius. Gut, dass wir Klimaanlage im Auto haben! Der Wetterbericht spricht von einer Hitzewelle bis Montag!!

 

Nach Ankunft haben wir uns dann schnell einen Cuba Libre gemixt und eine halbe Stunde aufs Ohr gelegt, denn um 17:30 ging es auf einen Night Drive mit Ranger. Man darf nach 18:00 das Camp nicht mehr verlassen bzw. muss natürlich auch vorher da sein, und nur die Rangers des Parkservice dürfen abends fahren. Diese 3 Stunden Fahrt haben allerdings wenig gebracht, d.h. außer glänzenden Augen von Büffeln oder auch von ein paar Elefanten im Dickicht sowie Gazellen war natürlich bei Dunkelheit nichts auszumachen. Einmal meint unser Ranger etwas entdeckt zu haben, dass ich als Maus (meine Augen scheinen manchmal noch richtig zu sehen) ausmachte, woraufhin er etwas Unverständliches grunzte, einen Stein nahm und in Richtung des „Löwen“ warf, woraufhin die Maus wegsprang! Nun bekam ich ausgezeichnetes Augenlicht bestätigt. Wenn das bloß immer so wäre!

 

Der Morgen des 5.10. begann wieder um 6:00 Uhr. Um 7:30 waren wir bereits unterwegs. Heute sollte es nur ca. 280 km mit Loops nach Süden ins Letaba Camp gehen. Allerdings ist der Krügerpark keine Autobahn, schon gar nicht eine, die von Camp zu Camp führt, oder die „Loops“, die Umwege zum Ziel, die man nehmen sollte, um wirklich etwas von der Tierwelt zu sehen. Die Loops führen häufig an Wasserlöchern vorbei, d.h. wenn überhaupt, sind hier die Chancen Elefanten etc. zu sehen, besonders groß. Am frühen Nachmittag hatten wir 46,5 Grad Celsius!

Nachdem wir um 16:00 im Letaba Camp angekommen sind, haben ich mir erst mal einen

Cuba Libre gemischt, natürlich mit von Kapstadt mitgebrachter Limone, habe Christine abgesetzt und bin noch mal eine Runde allein durch den Busch bei Sonnenuntergang gefahren. Ein wenig sputen musste ich mich schon, denn um 18:00 werden die Tore der Gates geschlossen.

 

Heute am 6.10. geht es von Letaba nach Satara, ca. 120 mit Loops und bei 47 Grad Celsius !!

Wir hatten heute sozusagen Elefanten satt, d.h. es werden sicher um die 200 in mehreren Gruppen gewesen sein. Einige trieben es wieder miteinander im Pool. Es scheint der Frühling bei den Elefanten angekommen zu sein?! Auch Büffel, Zebras, Giraffen, Impalas, Streifen-Gnus,  Kudus, Antilopen verschiedener Größen und nicht zu vergessen, wunderschöne farbige Vögel sind immer wieder rechts um links der Schotterstraßen zu sichten.

Nachdem wir im Camp eingecheckt haben, Christine ihren Kaffee getrunken hat, sind wir wieder auf Spätnachmittagstour.

Schon am ersten Wasserloch liegen drei Löwinnen, eine bewegt sich doch wahrhaftig und geht zu ihrer Kollegin. Doch die drei sind etwas zu weit entfernt, 100 m. Wir fahren weiter und entdecken durch Zufall wieder drei junge Löwen auf einem Hügel, d.h. erst sehen wir nur einen Kopf und erst später die beiden anderen, als einer aufspringt und parallel zu uns schaut. Als wir in diese Richtung schauen entdecken wir 2 Gürteltiere auf die Löwen zulaufend! Sie wissen noch nicht wohin sie laufen, aber plötzlich drehen sie ab in Richtung Gestrüpp und verstecken sich. Die beiden jungen Löwen sind sofort zur Stelle und versuchen sie dort frei zu bekommen. Doch es gelingt ihnen nicht und nach nur 5 Minuten gaben sie bereits auf. Dies bestätigt nun wieder einmal, dass Löwen faul sind!

Wir kamen um18:01 im Camp an! Die Torwächter zeigten auf ihre Uhr!

Da wir beide etwas pingelig in Bezug auf Restaurants (zumindest ich bin es geworden) sind, d.h. entweder sehr gut essen gehen oder lieber zu Hause essen, denn Christine ist eine gute Köchin, nachdem ich ihr die Bratkartoffeln beigebracht habe! Folglich haben wir die halbe Küche mit Gewürzen, Öl,  etc. dabei, was allein einen Einkaufskorb ausmacht, plus Pfannen und Töpfen, obwohl es manches in den Bungalows gibt. Allerdings sehen die Kochecken nicht so einladend aus. Folglich haben wir heute, bis auf Widerruf beschlossen, künftig lieber essen zu gehen und dabei dann abzunehmen

Nach einer ausgiebigen Dusche sind wir dann zum Restaurant. Nun wissen wir wieder nicht mehr was wir machen sollen, abnehmen oder selber kochen?!

 

Am 7.10. hatten wir 46,5 Grad! Die Fahrt ging von Satara nach Crocodile Bridge, 180 km mit Loops. Wieder jede Menge Impalas, Elefanten, Kudus, Warzenschweine etc. Wir kamen an einer Stelle vorbei, da haben die Elefanten aber wirklich unglaublich gewütet, ganze Bäume mit einem Stamm Durchmesser von 20 cm waren umgerissen, und zwar nicht einer, sondern eine ganze Reihe, von ausgerissenen Sträuchern ganz zu schweigen. Wenn man das gesehen hat, kann man verstehen, dass nicht zu viele Elefanten auf einem Terrain geduldet werden können. Sie zerstören alles. Man spricht davon, dass der Krüger Park ca. 7.500 Lebensraum geben kann, aber im Moment von ca. 11.000 bevölkert ist!

Selbst intensivste Suche nach Leoparden hat nicht geholfen, er ließ sich einfach nicht blicken. Ingesamt sind wir von Norden nach Süden mit allen Loops ca. 700 km durch den National Park gefahren, ohne ein Exemplar dieser sehr schönen Katzenart zu erspähen.

Am Abend sind wir dann mal eben zur Grenze Südafrika und Mozambique gefahren. Von hier, Lebombo, führt die Straße direkt nach Maputo. Bis vor kurzem wurden über diese Grenze alle großen gestohlenen Limousinen nach Mozambique gebracht!

Hier muss man auch nicht unbedingt gewesen sein!

 

Am 8.10. wollen wir von Crocodile Bridge nach Bethlehem, dass sind insgesamt ca. 820 km, davon 54 km durch den Park mit Höchstgeschwindigkeit 40 km/h. Außerdem wollen wir noch einen Abstecher zum „Golden Gate National Park“ machen, da dieser sozusagen auf dem Weg nach Bethlehem liegt, es sind nur 80 km Umweg. Heute ist Christine freiwillig um 6:00 Uhr aufgestanden, sie sagt, dass sie vor Rückenschmerzen nicht mehr liegen konnte! Infolgedessen waren wir nach selbstbereitetem Frühstück um ca. 7:15 on the way und um 15:30 in Bethlehem!

Hier sollte ich vielleicht doch mal ein Lob auf den Zustand der Straßen in SA aussprechen, denn diese sind hervorragend!! Ansonsten wären diese Distanzen nicht in der Zeit zu machen gewesen, denn das laufende Anhalten, um Photos zu schießen, kostet eine Menge Zeit, die man nur auf guten Straßen wieder rausholt.

Wir sind wie gesagt noch einmal 54 km durch den Krüger Park gefahren, um noch einen der verbleibenden Big Five zu sichten, doch auch heute blieben Leoparden und Nashörner vor uns verborgen im Gebüsch.

Jede Menge Impalas, einige Affen, Giraffen, Elefanten, Kudus, Warzenschweine etc. zeigten sich zum Abschied und es fing auch leicht an zu nieseln! Regen scheint dringend angesagt zu sein, denn viele Wasserlöcher sind ausgetrocknet und ohne künstliche, sprich Windradpumpe wären noch viele andere Wasserstellen leer.

Der Krüger National Park ist sicher eine weitere Reise wert, da er es jedem Einzelnen gestattet, da zu sein bzw. auf der Straße zu stehen, wo er möchte, d.h. jeder ist seines Glückes Schmied, man wartet auf den Leoparden ein paar Stunden oder fährt weiter. Wir hätten gerne noch einen Sundown Walk von 15 – 18 Uhr mitgemacht, aber leider war dieser 3 Stunden Fußmarsch für max. 8 Personen schon ausgebucht. Auch der Morning Walk, Christine wollte auch mit, ab 5 Uhr für 3 Stunden war nicht mehr buchbar. 

 

Sozusagen am Ausgang des Parks bei Malelane liegt der „Leopard Creek Country and Golf Club“. Ein Eingang ohne Gleichen. Folglich bog ich sofort ein, um um Informationen zu bitten. Am Gate empfing mich ein freundlicher schwarzer Wachmann und verband mich mit dem Golfclub. Am Telefon wurde mir deutlich klar gemacht, dass ich nicht zum Proshop zwecks Informationen kommen könne, da ich kein pre-arranged booking habe und somit nicht einfahren dürfe, auch nicht für Informationen. Nur als Gast eines Mitglieds des Clubs oder Gast des Malelane Hotels darf man nach Vorabsprache eindringen. Hier wird das Club Image noch hochgehalten! Wie mag es da wohl aussehen???? Die Fairways und Greens sahen von weitem hervorragend aus!

Nach der Abfuhr ging es umso schneller Richtung „Golden Gate“. Über viele Kilometer sind links und rechts der Straße ununterbrochen Zuckerrohrplantagen. Lastwagen mit geschlagenem Zuckerrohr, sicher nicht mehr mit Hand, kommen einer nach dem anderen aus den Feldern. Die Verarbeitung findet auch vor Ort statt, dies bezeugen entsprechende Fabriken zu den die LKWs fahren. Dieses langgezogene Tal scheint besonders fruchtbar zu sein, allerdings laufen die Sprinkleranlagen unentwegt! Wenn man das Tal verlassen hat und über eine Bergkuppe die Strecke nach Nylstroom fährt, kommt man aus dem Staunen nicht heraus.

Nach dem fruchtbaren grünen Tal erscheinen die unendlichen Weiten der Kornfelder, mit Silos von bis zu 25 nebeneinander stehenden 25 m hohen Silotürmen!! Und dies alle 50 km!!

Nun folgen links der Straße Kraftwerke, fünf haben wir mindestens in Sichtweite gehabt! Womit werden die Kraftwerke betrieben? Mit Kohle, die direkt neben den Werken im Tagebau abgebaut wird, d.h. aus dem Bagger in den Kraftwerksschlund!?

Kurz nach Machadodorp kamen wir in eine Straßenkontrolle. Polizei und Militär pickten Wagen heraus, die dann näher untersucht werden sollten. Wir waren dabei! Nun kam der Moment der Wahrheit, denn ich hatte ja nur eine Importlizenz  für meine Pistole, die allerdings eine Zwischenlizenz zum Führen sein soll, laut Zentralregister! Doch wissen das auch die Polizisten auf der Straße? Der Beweis wurde heute erbracht, denn in Wahrheit suchten die Polizisten nur nach Waffen und nicht nach defekten Bremsen. Ein Schwarzer Polizist fragte auch sofort nach Waffen. Ich zeigte ihm meine Importlizenz und er wollte die Nr. der Lizenz mit der der Waffe vergleichen. Da diese übereinstimmten, wurde uns eine gute Weiterfahrt gewünscht! Zugegebenermaßen war mir ein wenig mulmig, aber für alle Fälle hatte ich jedoch die Tel. Nr. der zentralen Waffenregisterstelle dabei!

Danach ging es weiter Richtung Middelburg auf der N 4 bis Witbank, dann Richtung Johannesburg auf der N 12 nach Südwesten bis Delmas. Von dort nach Süden zur N 11 bis Harrysmith und dann auf der R 74 und später der 712 weiter zum Golden Gate. Der Golden Gate ist ein National Park, der etwas höher in den Bergen liegt. Die Berge sind aus Kalkstein und entsprechend stark durch Erosion geformt. Tolle Formationen und eine komplett andere Vegetation, d.h. plötzlich wird es grün an den Hängen der Berge und europäisch anmutende große Bäume tauchen auf. Es hat sich gelohnt, den Umweg zu machen.

Nachdem wir die Formationen ausgiebig bestaunt haben, ging die Fahrt in den Schlussspurt des heutigen Tages über, nach Bethlehem. So ähnlich wird es wohl auch im israelischem Bethlehem aussehen, d.h. ziemlich trostlos, staubig und windig, was einem wiederum den Staub zwischen die Zähne treibt. Man redet also lieber weniger in Bethlehem im Freien!  Unsere Herberge ist recht gemütlich mit Geschmack eingerichtet, junge Leute, die mit einem Guest House ihren Lebensunterhalt in Bethlehem bestreiten wollen.

 

Am 9.10. geht die Rückreise von Bethlehem nach Graaf Reinet, ca. 690 km über die N 5, N 1 und N 9. Die Straßen waren heute nicht in dem hervorragendem Zustand wie ich sie gestern beschrieben habe! Außerdem gab es auf der ganzen Strecke keinen Elefanten zu sehen!

Graaf Reinet ist ein idyllischer Ort ca. 350 km von George, sprich Fancourt, entfernt, mit einigen sehr schön renovierten alten Gebäuden. Besonders das Hotel wurde sehr attraktiv hergerichtet, d.h. die kleinen Häuser/Zimmer alternativ farbig angemalt mit riesigen Bougainvilleas davor. Eine Farbenpracht.

Nachdem wir wieder gut durchkamen und schon etwa um 14:00 in Graaf Reinet ankamen, beschlossen wir noch eine Runde Golf zu spielen! Also rein ins Hotel, Gepäck reintragen, duschen und ab zum Golfplatz. Auf dem Weg dort hin hat es mich wieder erwischt, denn am Ortsausgang war eine Radarfalle, d.h. ich war schon wieder R 150 los bei 86 km/h statt 60 km/h, aber diesmal gegen Quittung.

Mein  Golfspiel war dann auch entsprechend „gut“.

Das Abendessen im Hotel war schrecklich und der Wein teuer, aber das scheinen deutsche Touristen nicht zu merken, da es sich Lokalkolorit handelt?!

Für die nächsten Tage haben wir heute auch schon einen Plan erstellt.

Morgen fahren wir als erstes nach Sparrebosch zum Golfen, unsere Abschlagzeit ist 13:40,  das müssten wie eigentlich gut schaffen, denn es sind nur 410 km bis dort hin.

Am Samstag spielen wir in der Competition in George mit, sonst hätten wir am Samstag nicht spielen können. Sonntag und Montag wohnen und golfen wir in Fancourt.

Dort muss Christine mich natürlich vor der Wand der „Hole in One“ Einlocher photographieren, denn dort steht mein Name für den 7.1.2002 am Outeniqua Course Loch 7!

(als wir dort waren, stand ich für 2003 an der Wand. Das ist SA!)

Am Morgen des 10.10. haben wir noch eine Runde durch Graaf Reinet gedreht, denn wir mussten noch Wasser und Wein kaufen , sowie Tanken. Danach ging es los Richtung Knysna, Madiba’s Tide, ein kleines am Ortsrand gelegenes Hotel. Dort bekamen wir dann, da kurzfristig eine Gruppe angereist war und unser Zimmer fehlte, die President Suite. Riesiges Schlafzimmer, Lounge und 2 Bäder mit Frühstück, für € 90,-. Aus den Schlafzimmer und Balkon blickten wir in die Lagune und um uns herum bauten Webervögel ihre neuen Nester, das ist vielleicht lustig anzusehen, wenn das Männchen mit gespreizten Beinen zwischen 2 Ästen hängt und diese irgendwie mit einem Stück Gras zusammenbinden will. Übrigens begutachtet das Weibchen das Nest nach Fertigstellung. Falls der Kerl Pech hat und ihr das Nest nicht gefällt, reißt sie es einfach zu Boden und er darf wieder ein neues schöneres Nest bauen!!! 

Nach Ankunft ging es, wie schon erwähnt zum Golfen nach Sparrebosch. Der Platz liegt direkt am Meer inmitten einer entstehenden Wohnkolonie, deren Häuser aber nicht zu nahe am Fairway stehen. Traumhafte Ausblicke und ein toller aber auch schwieriger Platz, da schon mal 150 Meter überwunden werden müssen, bis der Ball den Fairway überhaupt erreicht!

Ich habe 104 Schläge gespielt, was für mich gar nicht so schlecht ist, soll mal einer in der ersten Runde besser machen, der mein Handycap 24 hat! Allerdings hatten die netten Leute uns 2 hinter 16 vierer flights gehängt, sodass wir nach 5 Stunden im Dunkeln bei Regen das 18te Loch gespielt haben. Wer mich kennt, weiß, was ich am liebsten gemacht hätte!!

Wir sind aber ins Hotel gefahren und haben uns unser Abendessen anrichten lassen. Ein Stück Butterfish mit Reis und leicht angebratenem Gemüse.

Am nächsten Morgen, sprich den 11.10. haben wir erst einmal ein Nilpferd mit Kind aus Stein gekauft, doch dann sah ich leider dieses schöne Nashorn von 1,3 x 0,85 x 0,50 Meter und 200 kg schwer. Mittlerweile haben sie es angeliefert, dafür musste ich € 30,- Benzin bezahlen, denn schließlich kamen sie aus Knysna, d.h. 400 km entfernt.

Nach dem Nashorn ging es nach George zum Wettspiel, wie gesagt haben wir da nur mitgespielt, weil wir sonst am diesem Tag überhaupt nicht hätten spielen können.

Das Golfen war nicht so gut für mich, aber dafür haben wir nette Schweizer kennen gelernt, die vor  2 Monaten nach Mosselbay gezogen sind. Sie war Schulleiterin, fühlte sich Anfang des Jahres ausgebrannt, hat ihren Job gekündigt und ist mit ihrem Mann, wohl pensioniert, auch hierher gezogen. Wir werden sie sicher mal wieder treffen.

Da der Wetterbericht für Sonntag und Montag Regen voraussagte, haben wir Fancourt storniert, aber natürlich haben wir ein Photo von mir vor der Wand gemacht, und sind nach Hause gefahren.

 

Die Strecke ist nicht sehr lang, allerdings gibt es hier auch Sonntagsfahrer. Nach dem Frühstück brausten wir los, und natürlich wieder in eine Radarfalle.

Diesmal durfte ich € 25,- für 23 km/h drüber zahlen.

Die Bilanz der Geschwindigkeitsübertretungen auf dieser Reise ist erschreckend. Ich habe in Deutschland mal € 20,- bezahlt, aber in 2 Jahren! Auf dieser Reise habe ich  3 x bar bezahlt plus 4 x geblitzt, wo sie immer Christine ohne Lenker aufnehmen und dazu noch ein Nummernschild, das es in diesem Land nicht gibt. Hoffentlich bin ich nicht zu früh schadenfreudig??!!

 

Jedenfalls sind wir wieder zu Hause angekommen und in unseren Betten, d.h. darin schläft man schon am Besten!

Übrigens haben wir auch noch 2 Giraffen gekauft, eine ist bestimmt 2 m hoch und die andere 1,6 m. Mal sehen was da noch in den Zoo hinzu kommt. Wir sind ja schon da.