Edgar Dürholt
Visitors' Book
Ancestors Dürholt
Ancestors Strunk
Family
Friends
Profession
Hobbies
Journeys from A - M
Journeys from N - Z
Namibia, Cape Cross
Namib, Zimb, Bots 97
Nepal
New Zealand 99
Oman 88
Osterinseln 77
Peru, Bolivia 80
Philippines 76
Portugal
Russia
Samoa, Western 89
Schweiz
SA Namibia Bots 08
SA Moz Mal Sa Bot 09
SA Bot Nam 10
SA Namibia 12
Seereisen
Singapore
Southern Africa
Spanien
St. Kitts & Nevies
Tahiti 76
Tansania,mit Auto 11
Thailand '74, '84, '
Tokyo-Rade 1982
Tortola 16
Türkei 13, 15
 USA '96, '04, '06
Vietnam
World Trip 80
World Trip 96
World Trip 97
World Trip 98
World Trip 99
World Trip 04
World Trip 06 Teil 1
World Trip 06 Teil 2
World Trip 06 Teil 3
Sitemap
Bild mit Text verknüpft zum hochladen
Volkshaus with Powder Tower, Prag

Around the world vom 9. Juni bis 9. August 2006

Teil I   

Moskau und Zagorsk

Es gibt Menschen, die müssen immer wieder mal auf Reisen gehen, um festzustellen, dass es zu Hause auch sehr schön, wenn nicht sogar am schönsten, ist! Zu denen zähle wohl auch ich!

Am 9. Juni ist es soweit, unsere große Reise, die uns rund um den Globus führen soll, beginnt mit dem Flug von Kapstadt nach Johannesburg. Ursprünglich hatte ich einen LH Flug von Kapstadt direkt nach Frankfurt gebucht. Doch Lufthansa hat ihren Flugplan geändert, d.h. sie fliegt ab dem 1. Mai bis Oktober nur ab Johannesburg. Wir hatten schon unsere Tickets für den Flug ab Kapstadt, doch informiert über die Änderungen wurden wir von LH nicht, sondern dies erfuhr ich weil ich mir im Internet unsere Buchungen angesehen habe. Wären wir wie im Ticket angegeben am Flughafen erschienen, dann hätten wir es am nächsten Tag noch einmal probieren können. So bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack vom LH Service.

Da wir nach Ankunft am frühen Morgen in Frankfurt einen Weiterflug nach Moskau gebucht hatten, haben wir unser Gepäck so eingerichtet, dass wir nur einen Koffer bis Moskau durchgecheckt haben und 2 weitere Koffer und unser Golfgepäck bis Frankfurt, wo wir dies dann einlagern wollten. Doch die 3 Gepäckstücke kamen an dem Morgen nicht in Frankfurt an. Nun begann das morgendliche Drama, denn wir hatten 45 Minuten bis zum Abflug nach Moskau. Am Lost und Found Schalter war eine große Schlange. Ich musste mich vordrängen, was mir natürlich grimmige Gesichter eintrug, um zu fragen, was ich nun machen solle, da wir ja weiterfliegen würden. Die Dame schaute mich ziemlich entgeistert an, fing sich dann doch und empfahl dies in Moskau bei Lufthansa zu melden.

Dort angekommen schickte die LH mich zu Lost und Found. Dort öffnete sich ein großer Raum mit vielen Koffern! Es dauerte etwas bis man begriff, dass ich nichts in Moskau suchen würde, sondern nur einen Fall für Frankfurt melden wollte. So schickte man mich drei Stockwerke hoch zur LH Administration. Dort saß ein freundlicher Herr, der auch englisch sprach, aber den Fall nicht begriff. Doch nachdem ich alles dreimal wiederholt hatte, funkte es auch bei ihm und er verfasste ein Fax zur LH in Frankfurt.

Bei der Ankunft in Moskau erfuhren wir einen besonderen Service, d.h. wir wurden vom VIP Service am Flugzeug abgeholt und in eine Lounge gebracht, wo Getränke und kleinere Speisen verfügbar waren. Dort wurden unsere Pässe abgefertigt und die Zollerklärung abgegeben. Zwischenzeitlich wurde unser Gepäck vom Gepäckband geholt und uns gebracht. Bequemer geht es nicht.

André, der GF von Wella Russland, war so nett uns vom Flughafen abzuholen und uns zum Hotel, dem Baltschuk Kempinski, zu fahren, sodass wir uns um nichts zu kümmern brauchten.

Beim Einchecken im Hotel hätte mich dann fast der Schlag getroffen als ich den Zimmerpreis erblickte. Dort stand € 490,- pro Nacht!! Dazu kamen € 80,- für das Frühstück pro Tag!! Ich war völlig überrascht, denn dieses Hotel hatte ich nicht selbst gebucht, sondern von der Wella zum Sonderpreis buchen lassen. Wir hatten zwar vom Zimmer den direkten Blick zum Kreml, aber ansonsten war es ein ganz normales einfaches Zimmer. Früher habe ich US $ 250,- bezahlt und es als übertrieben empfunden, doch das war der Gipfel.

Übrigens wird der Preis nicht in Euro oder Dollar angegeben, sondern in „Units“. Dies hat zwei Gründe: 1. Es ist wohl sogar verboten, Dollar oder Euro zu nennen, wenn man einen Preis bestimmt. Schließlich gibt es ja noch den Rubel, aber den will man nicht anführen! Doch der zweite Grund ist mindestens so gut, denn mit der Bezeichnung Units kann man dann immer gerade den Kurs nehmen, der am Günstigsten zum Rubel ist, d.h. entweder Dollar oder Euro!

Nachdem Duschen im Hotel haben wir uns sofort auf die Socken gemacht. Natürlich ging es zuerst zur Basilius Kathedrale, dem Roten Platz, in das Kaufhaus Gum, zum Manegenplatz und zum Hotel Metropol.  

Auf dem Weg vom Hotel zur Basilius Kathedrale überquert man die Moskwa. Zu unserer Überraschung standen auf der Brücke mehrere riesiglange Limousinen, ohne dass jemand zu sehen gewesen wäre. Doch dann erblickten wir Trauben von Menschen, in deren Mitte immer ein Brautpaar steckte. Dieser Samstagmorgen schien ein besonders geeigneter Tag zum Heiraten gewesen zu sein, denn wir sollten noch bestimmt ein weiteres Dutzend Paare entdecken.

Wir hatten Glück und die Sonne lachte uns an, sodass ich herrliche Bilder von der Basilius Kathedrale schießen konnte, die übrigens von Ivan dem Schrecklichen in Auftrag gegeben wurde. Dem Baumeister ließ er nach Fertigstellung die Augen ausstechen, damit dieser keine schönere Kathedrale mehr errichten konnte!

Wenn man vom Kempinski Hotel kommend links neben der Kathedrale steht, befindet sich links der mächtige Erlöserturm des Kreml mit der bekanntesten Uhr Moskaus. Denn zu Sowjetzeiten konnte man zur vollen Stunde den Wachwechsel vor dem Lenin Mausoleum bestaunen, denn dann kamen Soldaten im Stechschritt und lösten einander am Mausoleum ab.

Zur Zeit unseres Besuches waren große Teile des Roten Platzes gesperrt, da gerade eine riesige Bühne für ein Rockkonzert aufgebaut wurde.

Einmal Anfang der Neunzigerjahre bin ich doch wahrhaftig nachts um 3 Uhr aufgestanden, habe mich angezogen und bin vom Metropol zum Roten Platz gegangen, denn es schneite. Ich wollte mir den Roten Platz bei Nacht mit Schnee ganz allein ansehen. Es war unnatürlich still, der Platz hell erleuchtet und Millionen kleiner Schneeflocken fielen auf den Platz. Es war ein ergreifendes Erlebnis.

Als nächstes wollte ich Christine das Gum, ein ehemals prächtiges, dann verkommenes und nun wieder prächtiges westliches Kaufhaus zeigen. Dort gibt es alles was das Herz begehrt, für den der das nötige Kleingeld hat.

Wenn man am anderen Ende des Gum wieder hinausgeht, steht man direkt vor einer kleinen wieder herrlich neu erbauten Kirche, der Kazanskij Kirche, unmittelbar vor dem Historischen Museum. Durch das Auferstehungstor gelangt man auf den Manegenplatz, wo auch ein großes Reiterstandbild von Marschall Schukow (der Eroberer Berlins im 2. Weltkrieg) steht. Irgendwie kam mir alles etwas anders vor, als ich dies in Erinnerung hatte, doch mein Gedächtnis konnte sich ja irren! Doch beim Schreiben dieses Berichtes bin ich im Internet auf eine Information gestoßen, dass es Anfang der Neunzigerjahre weder die Kirche, das Tor und auch das Standbild Schukows noch gar nicht gab!!

Die Kirche und das Tor waren zu Sowjetzeiten abgerissen worden, da die Panzer zur 1. Mai Parade nicht durchgepasst hätten. Beide wurden erst Mitte der Neunzigerjahre wieder originalgetreu erbaut.

Am Manegenplatz stand auch einmal das große Moskwa Hotel, das aber gerade abgerissen wurde und nun wahrscheinlich als weiteres Prachthotel wieder entstehen soll. Die Baustelle wird zum Manegenplatz hin von der bestimmt größten Rolex Werbung der Welt eingehüllt, einem 60 x 8 Meter großem Werbebanner, auf der eine Rolex Mercury und ein Reiter abgebildet sind. So ist es in Russland, entweder gibt es nichts, oder es ist bolschoi = groß!

Zu der alten Fassade des Eingangs dieses Hotels gibt es noch eine interessante Anekdote zu erzählen. Vor Baubeginn zeigte man Stalin zwei Entwürfe der Fassade und fragte ihn welche er wählen würde. Irgendwie muss er wohl anderweitig abgelenkt gewesen sein, denn er stimmte zu ohne hinzusehen. Damit hatten die Baumeister nun ein Problem, denn niemand wagte es Stalin noch einmal zu befragen! Somit wurden beide Fassaden verwirklicht, d.h. die eine Hälfte wie der erste und die zweite Hälfte wie der zweite Plan!

Von der Baustelle gehen wir weiter zum Metropol, einem unglaublich aufwendig restauriertem Hotel, an dem die finnische Baufirma Pleite ging, weil sie $ 80 Millionen mehr als veranschlagt aufwenden musste. Ich wollte Christine unbedingt die Lobby und den Ballsaal zeigen, denn so ein herrliches Beispiel vom Jugendstil kann man nicht sehr oft bestaunen. Das bunte Glasdach aus Tausenden kleinen Scheiben ist einfach wunderschön anzusehen. 

Als Manfred Weber (damals unser Wella Architekt für Russland und heute ein Freund von mir) und ich am Morgen des 19. Aug. 1991 uns in der Lobby des Hotels mit einem polnischen Bauunternehmer trafen, erfuhren wir von ihm, dass einige konservative Kommunisten geputscht, Gorbatschow abgesetzt hatten und Panzer in die Stadt rollen ließen. In Moskau war offiziell noch nichts bekannt, er hatte dies bei einem Anruf nach Warschau erfahren! Manfred und ich hatten aber noch eine Verabredung mit Dolores, unserer Partnerin in Sachen Wiederaufbau eines herrschaftlichen Altbaus, dessen Dach eingebrochen war. Hier wollten wir unser Wella Büro mit einem Studio unterbringen und für Dolores wollten wir einen Friseursalon bauen wie es noch keinen in Moskau gab. Die Joint Venture Idee war ziemlich einfach: Dolores brachte durch ihre Beziehungen zum Bürgermeister Luschkow das Gebäude ein und wir renovierten es. Dafür erhielten wir auf ewige Zeiten kostenlos Büroraum und ein Studio und Dolores ihren Salon.

In diesem Büro habe ich dann 1992 die Verhandlungen über unser Produktions- und Vertriebs Joint Venture geführt. Ich hatte auf einer Messe in Moskau zufällig eine Firma entdeckt, die den wichtigsten Rohstoff für die Shampooproduktion als einzigste Firma in der noch Sowjetunion selbst herstellte. Damit war ein sehr wichtiges Element für einen erfolgreichen Start einer gemeinsamen Firma gefunden. Es hat noch Monate und viele Tage und Stunden gedauert, bis das JV stand. Die Russen hatten von so etwas noch nichts gehört und waren somit ziemlich misstrauisch, denn schließlich war ihnen über Jahrzehnte eingebläut worden, dass im Westen der Feind wohnte. 

Heute am 10. Aug. 2006 treffen wir uns mit André und Gorelik, dem Manager des Dolores Imperiums, zum Abendessen. Gorelik hatte ich 1992 eingestellt, er bewarb sich auf die damals bescheidene Stelle als Manager, denn Dolores war mit allem organisatorischen total überfordert, dafür hatte sie halt ihre Beziehungen. Gorelik stammte vom russischen Militärgeheimdienst und sprach leidlich englisch.

Er führte uns sichtlich stolz durch das kleine Imperium, denn aus dem Salon, in dem sich Mafia Bosse und Regierungsmitglieder schon früher trafen, war ein großes Schulungszentrum für Friseure und Kosmetiker geworden. 1992 war es ein Haus, heute sind es 8 Häuser. Es werden 350 Kursusplätze gegen ein entsprechendes Honorar angeboten! Der Salon ist mittlerweile 3-mal so groß und die abenteuerlichen Preise für Haarschnitte etc. haben Dolores zu einem großen Vermögen verholfen. Im Eingangsbereich des Salons hängt ein riesiger Swarowski  Kronleuchter von der Decke herab, er hat $ 80.000,- gekostet! Und in einer Ecke hat sich Dolores einen Aufzug aus Acrylglas einbauen lassen, den sie für $ 100.000,- in Dubai mit der Hand anfertigen ließ! Natürlich hat sie auch ein eigenes Magazin, das selbstverständlich Dolores heißt, über 300 Seiten stark ist, monatlich erscheint und offensichtlich auch noch recht erfolgreich, sprich lukrativ ist.

Dass Dolores und Gorelik beide auch große Datschas außerhalb Moskaus haben, ist ja wohl selbstverständlich.

Gorelik hat seine Frau zum Abendessen in einem sehr feinen Restaurant mitgebracht. Wie es sich für einen neureichen Russen gehört, trinkt er zum Abendessen Whisky. Man reicht mir die Weinkarte, denn den soll ich selbst aussuchen, da er selbst bei Whisky bleiben wird. Eine so umfassende Weinkarte habe ich selbst in den besten Restaurants der teuersten Hotels der westlichen Welt noch nicht gesehen. Allerdings wird mir beim Ansehen der Preise fast schlecht. Der wirklich billigste Weißwein, ein Pinot Grigio soll € 120,- kosten! Da macht das Trinken keinen Spaß mehr, denn wir sind durch Südafrika und seine guten und preiswerten Weine verwöhnt. Doch schließlich entscheide ich mich für einen noch teureren, denn ich darf allen Ernstes sagen, dass der Grundstein ihres Vermögens durch mich entstanden ist. Folglich habe ich beim Bestellen der Flasche keine Gewissensbisse.

Am nächsten Morgen waren wir mit André, dessen Lebensgefährtin und Victor,  unserem auch von mir früher eingestellten Fahrer verabredet, um mit einer Führerin uns Teile Moskaus und  den Kreml anzusehen. Als erstes fahren wir zum Kreml, denn dort ist am Sonntag reichlich mit Besuchern zu rechnen. Wir gelangen durch den Kutafja Turm in den Kreml und marschieren am Kongresspalast und Patriarchenpalast vorbei direkt zur Staatlichen Rüstkammer, in der sich das Museum befindet, denn dort hineinzukommen ist besonders schwierig.

Im Inneren des Museums werden wir mit so vielen unwirklichen Pretiosen konfrontiert, die man sich nun wirklich nicht alle merken kann. Es gibt vergoldete Kutschen, Fabergé Eier zuhauf, Gold- und Silberschmiedearbeiten jeder Größe, prunkvolle alte Roben, Elfenbeinarbeiten, Porzellan, Zarenkronen, Schwerter, Gewehre und einiges mehr. Es ist einfach nur überwältigend. Nachdem wir uns das Museum reingezogen haben, geht es in die Kathedralen, die aber eigentlich die Größe von Kirchen haben, d.h. die sind nicht bolschoi. Unmittelbar nebeneinander stehen hier im Kreml (Festung) von Moskau die Erzengel Kirche, die Maria-Verkündigungskirche, die Maria-Entschlafenskirche, die Maria-Gewandniederlegungskirche, die Zwölf-Apostelkirche und der Glockenturm Ivans des Großen! Wir haben uns nicht alle angetan, obwohl sicher jede Kirche ihre Besonderheiten zu bieten gehabt hätte!

In der Erzengel Kirche verstellen förmlich die Sarkophage der Zaren den Kirchenrundgang. Es ist verboten zu fotografieren, doch ein gutes Foto hatte ich bereits im Kasten bevor mir dies bekannt wurde. Die Leute drängen sich förmlich gegenseitig weiter, d.h. rein in die Kirche und auch wieder raus. Die Wände sind voll von wunderschönen Ikonen, aber vor lauter Drängen kann man sich keine genauer ansehen. Auf dem Weg zum Ausgang kommen wir an Putins Büro vorbei, ein äußerlich nicht besonders auffälliges Gebäude, aber im Inneren sieht es - wie man aus Fernsehbildern weiß -  wieder wie zur Zarenzeit aus.

Als nächstes fahren wir zum Neujungfrauenkloster (ist das nicht ein schöner Name?). Hier haben die Zaren und andere Adelige ihre nicht mehr jungfräulichen verstoßenen  Ehefrauen untergebracht. Jedenfalls die, die ein Verstoßen überlebt hatten. Das Kloster haben wir uns leider nur aus der Entfernung angesehen, sodass wir nur die umgebende Mauer und die Zwiebelkuppeln der Kirchen sehen konnten. Bei späteren Recherchen habe ich dann erst erfahren, dass der Name von einem Markt aus alter Zeit stammt, auf dem die Tartaren frisch geraubte Jungfrauen für die Harems Moskaus hinbrachten. Oder aber umgekehrt. Nämlich während der Besatzung durch die Tartaren sollen sich die Mongolen auf dem nahen Jungfrauenfeld junge Russinnen als Tribut für ihren Clan ausgesucht haben.

Direkt angrenzend an das Klostergelände liegt ein Friedhof, auf dem nicht nur Jungfrauen, sondern auch viele berühmte Russen ihre letzte Ruhestätte fanden. Hier liegt u. A. Eisenstein (ein berühmter Regisseur), Schostakowitsch (Komponist), Gromyko (Außenminister von 1957 – 1985) und Chruschtschow, einst Generalsekretär der KPDSU.

Unsere Fahrt durch Moskau führt ganz selbstverständlich auch an Lubjanka vorbei, dem Sitz des KGB. Auf dem Vorplatz stand einst ein Standbild des Begründers des Geheimdienstes (Tscheka, NKWD, KGB), Felix Dzerchinski, der übrigens ein polnischer Adeliger gewesen sein soll! Er wurde 1991 oder 1992 vom Sockel gestürzt und fristet sein Dasein nunmehr im „Skulpturenpark“ zwischen Moskwa und dem Hotel President.

In diesem Hotel, dem ehemaligen ZK Hotel (Zentralkomitee) habe ich Monate in 92 und 93  verbracht. Hier kostete damals ein Frühstück, als der Rubel stürzte, DM 0,50 mit allen Drum und Dran. Hier gab es aber auch zwischen jeder Suite, und es gab nur Suiten! einen kleinen Gang, von dem aus die ZK Mitglieder in den Suiten beobachtet wurden bzw. gefilmt wurden. Auf jedem Stockwerk saß anfänglich eine Dame des KGB und kontrollierte jeden Hotelbewohner!!

Da dieses Hotel über Ludmilla gebucht wurde und sie an das Hotel bezahlte, habe ich es das „Thank you Hotel“ genannt, denn immer wenn ich abreiste, rief man mir „thank you“ nach. Ist doch plausibel, oder? Natürlich musste ich Ludmilla bezahlen, ca. US $ 180,- pro Tag. Davon hat sie höchstwahrscheinlich US $ 10,- aufwenden müssen, um in Rubeln zu bezahlen! Im Gegenzug hat sie dann, als dies möglich wurde, den VIP Service am Airport für uns organisiert und auch bezahlt? Ludmilla ist eine Usbekin mit blonden Haaren und einem unglaublichen Organisationstalent. Sie spricht fast kein Englisch, dafür kann sie aber in mehreren Sprachen „ich liebe dich“ sagen, was ihr offensichtlich über so manche Sprachbarriere hinweggeholfen hat. Sie brachte mich auch zum Airport und ging dann in den Duty Free Shop, kaufte für

US $ 500  Kosmetika und bat mich dann um Bezahlung. Diese „Ware“ brauchte sie zum Überzeugen ihrer vielen Ansprechpartner. Eines Tages gab mir Ludmilla 2 kg

(ja richtig gelesen!) sehr guten frischen Kaviar für mich und Peter, unserem Vorstandsvorsitzenden. Doch am Flughafen wurde man besonders nach Kaviar gefilzt! Doch Ludmilla war bei mir und sagte dem Zöllner, als dieser die große Dose Kaviar sah, dass er doch gar nichts sehen könne, sie hatte ihm einen Gutschein für ein Restaurant in die Hand gedrückt. Das war Ludmilla!

Natürlich wollten wir auch in die wieder erstandene Christi Erlöser Kathedrale, aber als wir dort ankamen, sahen wir eine unendlich erscheinende Schlange (bestimmt 800 m) sich sehr langsam zum Eingang winden. Stalin hatte die alte Kathedrale sprengen lassen. Jahre später hat Chruschtschow ein Freibad an diese Stelle bauen lassen. Erst Anfang der 90iger Jahre wurde das Freibad abgerissen und im Auftrag Luschkows die Kathedrale wieder neu erbaut. Sie ist bolschoi!

Nun brachte uns Victor zum Hotel, wo wir 2 Stunden Zeit hatten uns zu erfrischen bevor wir um 18 Uhr zum Abendessen bei Delene und André abgeholt wurden.

Es gab köstlichen Kaviar mit Plinis und Champagner vor dem Hauptgericht. Es war ein sehr netter Abend mit den Beiden.

1973 hatte ich einmal 2 Dosen Kaviar geschenkt bekommen, weil ich einer Russin einen Gefallen getan hatte und ihr und ihrem Mann ein paar Sachen in Deutschland besorgt hatte. Die Dosen lagen wochenlang im Kühlschrank und wir wollten nicht so richtig daran. Doch dann habe ich Krimsekt gekauft und es wurde ein Kaviarabend bestimmt. Es hat uns damals überhaupt nicht geschmeckt, aber das lag sicher daran, dass wir noch nicht den richtigen Geschmack entwickelt hatten?!

Am letzten Tag, am Montag, fahren wir nach Zagorsk. Dort bin ich zwar schon mehrfach gewesen, doch Christine nicht und außerdem ist Zagorsk immer eine Reise wert. Es liegt etwa 65 km nordöstlich von Moskau und ist berühmt wegen seiner Klosteranlagen aus dem 14. und 15. Jh. Das St. Sergius Dreifaltigkeitskloster ist der Sitz eines russisch-orthodoxen Metropoliten. Es gehört zu den vier Hauptklöstern der russisch-orthodoxen Kirche. Es hat über 50 Heilige hervorgebracht. Die Anlage ist von einer Schutzmauer umgeben und besteht aus sieben Basiliken, einem Priesterseminar, einem Museum und weiteren Gebäuden. Die Maria-Himmelfahrtskathedrale aus der Zeit Iwan des Schrecklichen überragt mit ihren fünf Kuppeln alle anderen Gebäude.
Obwohl wir Zagorsk an einem Montag besuchten, waren wir von der großen Anzahl der Menschen, die hierhin gekommen waren und deren Religiosität sehr beeindruckt. Die russisch-orthodoxen Gottesdienste waren gut besucht und bei gregorianischen Chorälen kann man ein wenig von der russischen Seele erahnen! Obwohl wir unsere eigene russische Führerin aus Moskau mitgenommen hatten, mussten wir zur Besichtigung eine weitere Führerin in Zagorsk anheuern. Durch sie kamen wir zwar in die heiligsten Stätten der verschiedenen Basiliken, aber dafür mussten wir aber auch ihr furchtbares Geschwätz ertragen! Außerdem hätte sie sich mal die Fingernägel reinigen können!

Schon auf der Fahrt nach Zagorsk hatten wir Dutzende von Bussen mit Fahnenschwenkern in Richtung Moskau fahren sehen, doch auf der Fahrt zurück  wurden es immer mehr, die am 12. Juni, dem Unabhängigkeitstag, die Fahnen zu Tausenden schwenken wollten. Wieder mal bolschoi.

Zum Abschluss des Sightseeing Programms sind wir noch zu einer U-Bahn Station gefahren und mit der Rolltreppe tief in da Herz Moskaus gefahren. Viele U-Bahn Stationen sind wirklich den Besuch wert, denn es gibt wohl außer in Singapore keine so saubere U-Bahn Station wie die in Moskau. Außerdem hat man beim Bau in den 30iger Jahren wahre Kunstwerke dort unten entstehen lassen. Jeder Bahnhof ist anders gestaltet und immer wieder sind wahre Kunstwerke zu bestaunen. In der von uns besuchten Station war Jugendstil das Motto der Dekoration. Als ich Anfang der 90iger Jahre diese U-Bahn Stationen zum ersten Male sah, traute ich meinen Augen nicht, denn was da unter der Erde zu sehen war, stand im krassen Gegensatz zu dem über der Erde.

Am frühen Nachmittag hat uns dann Victor zum Flughafen gefahren und uns beim VIP Schalter einchecken lassen. Das lief hervorragend, wir mussten natürlich weder Schlange stehen, noch mussten wir uns in den überfüllten Lounges aufhalten. Wir haben noch ein paar Happen Kaviar gegessen und wurden dann zum Flugzeug gebracht.

LH 3185 fliegt um 16:55 ab und kommt um 18:00 in Frankfurt an, da man durch den Zeitunterschied eine Stunde gewinnt.

Auf dem Flug mussten wir dann noch einen schlimmen Gau der LH Stewardessen erleben. Die haben doch wahrhaftig und das ist wirklich ein Gau, mitfliegende Kolleginnen in Uniform als erste bedient!! Selbst vor den Business Class Gästen!

Wir sind Holzklasse geflogen und ein solches Ticket kostet am Wochenende immer noch € 400,-. Wochentags bis € 1.200,-!!

In Frankfurt angekommen musste ich natürlich nach der Gepäckausgabe wieder zum Lost und Found Schalter. Hier wurde mir freudestrahlend erklärt, dass unsere fehlenden Gepäckstücke am Schalter X seien. Ich trabe zu Schalter X, dort erklärt man mir, dass die Teile nun bei Schalter Y seien. Also trabe ich zu Y. Dort erhalte ich ein Gepäckstück von drei fehlenden. Teil zwei und drei seien nun bei Z, dem Zoll, da es nicht rechtzeitig abgeholt wurde!? Also weiter zum Zoll. Dort darf ich das Lager für Gepäckstücke durchsuchen, aber es findet sich nichts.

Eine Woche später wird das zweite Teil entdeckt und uns zugestellt. Das dritte Teil bleibt verschwunden!

Nun muss ich Papiere ausfüllen, in denen deutlich wird, dass man nur max. X ersetzt bekommt.

Eigentlich hatten wir nun schon genug Unannehmlichkeiten für eine Reise erlebt, aber wir hatten ja noch 7 Wochen vor uns.

 

Deutschland

 

Nachdem wir den Flughafen in Frankfurt, bzw. die Lufthansa Schalter überstanden hatten, sind wir zu Budget gegangen, wo wir einen Mietwagen gebucht hatten. Die Abfertigung ist immer sehr zügig dort, sodass wir kurze Zeit später unser Gepäck in den Golf verstauen konnten. Vorsichtig an den Rechtsverkehr gewöhnend fahren wir in den Odenwald zu der gemieteten Ferienwohnung, in der wir nun schon das dritte Mal sind.

Die folgenden Wochen waren mit Besuchen bei meiner Tochter Michaela, meinen Enkeln,  meiner Schwester im Bergischen Land, bei Christines Mutter und Geschwistern ausgefüllt.

Wir spielen auch zweimal Golf mit unseren lieben Freunden aus dem Golfclub Odenwald und sind  zudem zum Abendessen bei herrlichem Wetter auf Terrassen eingeladen.

Mein Freund Manfred feiert seinen 60igsten Geburtstag, ebenfalls bei sonnigem Wetter in der Bruchmühle.

Rainer Schmidt, ein Freund aus alten Tagen, d.h. aus Radevormwald, kommt mit Karin, seiner Frau, nach Darmstadt. Wir schauen uns die russische Kapelle an und fahren zum Dippelshof, um dort früh zu Abend zu essen. Die russische Kapelle hat übrigens der letzte Zar, Nikolaus II, in Darmstadt auf russischer Erde errichten lassen. Er war mit Alice von Hessen, der Tochter des Großherzogs von Hessen und Rhein verheiratet.

Einen Nachmittag und Abend haben wir ebenfalls bei und mit alten Bekannten aus dem Golfclub verbracht, in dem wir gemeinsam das ¼ Finalspiel Deutschland gegen Argentinien gesehen und anschließend gegrillt haben.

Natürlich war ich auch reichlich mit meinen neu erstandenen Spielzeugen beschäftigt. Ich hatte mir eine Nikon D 200 mit der Linse 18 – 200 zu meiner Schwiegermutter schicken lassen und einen neuen Laptop von Toshiba gekauft.

Es hat wieder Spaß gemacht durch die Wälder des Odenwaldes zu laufen. Deutsche Wälder sind halt nicht zu übertreffen!

Selbstverständlich habe ich nicht vergessen, mir einen Kasten „Andechs Hefeweizen“ zu kaufen und zu genießen. Gott sei Dank mag Christine kein Bier, sodass ich den ganzen Kasten für mich habe.

Schwierigkeiten hatten wir allerdings guten Weiß- und Rotwein zu erschwinglichen Preisen zu finden. Darin sind wir halt verwöhnt, denn besseren Wein als in SA findet man sicher, aber zu welchem Preis?

 

Prag

 

Nach unseren 3 Wochen im Odenwald wollten wir uns ein paar schöne alte Städte in Europa ansehen.

Als erste Station hatten wir uns Prag ausgesucht. Also fliegen wir am 5. Juli mit der LH 3260 nach Prag. Christine hat Prag noch nicht gesehen und ich habe die Möglichkeit, einen alten Bekannten aus den 90iger Jahren zu treffen. Es ist Herr Sebesta, den ich als ersten GF der Wella Tschechoslowakei eingestellt hatte, doch mittlerweile ist auch er ausgeschieden und spaßeshalber Präsident des Harley Davidson Clubs der Tschechei.

Unser Hotel, Grand Hotel Bohemia, liegt mitten in der Altstadt, sodass praktisch alle Sehenswürdigkeiten zu Fuß zu besichtigen sind und außerdem ist es ein erst kürzlich auf neuestem Standard renoviertes Hotel. Herr Sebesta hatte für uns einen sehr guten Preis ausgehandelt.

Kurz nach Ankunft marschieren wir los, um uns noch ein wenig in der näheren Umgebung umzusehen. Direkt neben unserem Hotel liegt das auch sehr schön renovierte Hotel Paris und wenige hundert Meter weiter erhebt sich der 1475 errichtete Pulverturm. Er diente wohl in erster Linie zu Repräsentationszwecken, obwohl sicher auch mal Pulver gelagert wurde. Geht man durch seinen Torbogen hindurch, so meint man seinem Blick nicht zutrauen, denn links hinter dem Turm steht das Gemeindehaus. Gemeindehäuser sehen in aller Regel sicher nicht so aus, aber es war ja auch ursprünglich mal bis zum Ende des 15 Jahrhunderts die Residenz der Böhmischen Herrscher, also der Königshof. Ein sehr schönes sehenswertes Gebäude, in dem sich unten links ein einfaches Restaurant befindet und rechts ein französisches Edelrestaurant.

Außerdem ist im Gebäude ein Konzertsaal untergebracht.

Nach eingehender Begutachtung gehen wir weiter in Richtung Altstädter Ring, dem historischem Zentrum Prags.

Er scheint ein beliebter Treffpunkt zu sein, denn viele Menschen sitzen in den vielen Cafes am Straßenrand und genießen einen Kaffee oder ein Bier. Auf dem Platz steht ein Denkmal für Jan-Hus, dem Tschechischen Reformator, der 1415 als Ketzer verbrannt wurde.

Nach dem Veitsdom, der in der Prager Burg steht, ist die Teynkirche die bedeutendste gotische Kirche von Prag, die auch hier am Altstädterring steht.

Und als dritte Sehenswürdigkeit steht hier auch noch das Altstädter Rathaus mit der Astronomischen Uhr. Diese weltberühmte Uhr zeigt außer der Uhrzeit auch das jeweilige Sternzeichen und das aktuelle Datum in einem schön gestalteten Kalender an. Zu jeder vollen Stunde ertönt ein Glockenspiel und die Apostel erscheinen in kleinen Fenstern. Ein Schauspiel, das zu jeder Stunde zahlreiche Zuschauer anzieht.

Damit wir um 18:30 startklar zum Abendessen sind, gehen wir von hier zurück zum Hotel und machen uns fertig, denn Herr und Frau Sebesta wollen uns abholen. Wir fahren mit einem neunen tollen Mercedes Kombi Allrad hinauf zur Burg, wo wir uns noch kurz zufällig einen Wachwechsel anschauen und dann ein paar hundert Meter hinunter in ein schönes Restaurant gehen. Wir hatten einen sehr netten und angenehmen Abend zusammen und konnten mal wieder so richtig über Wella, die Übernahme Wellas von Procter & Gamble und die damit verbundenen Schicksale reden.

Am nächsten Tag haben wir uns sehr früh zu Fuß aufgemacht, nachdem wir im Gemeindehaus ausgiebig gefrühstückt haben. Wir haben nämlich festgestellt, dass wir uns zumindest einen Tag zu wenig Zeit für Prag eingeplant haben, denn erstens gibt es viel zu sehen und zweitens ist es sehr schön hier!

Unser erstes Ziel des Tages ist der alte jüdische Friedhof, der nicht sehr weit vom Altstädter Ring entfernt liegt. Die jüdische Gemeinde ist sehr geschäftstüchtig und hat den Friedhof und Teile der umliegenden alten jüdischen Gebäude zum Museum gemacht, das man nur als Ganzes besichtigen kann! Nachdem wir uns die vielen alten Grabsteine (11.000), der älteste aus dem Jahr 1439 und er letzte vor ca. 350 Jahren, d.h. 1750 angesehen haben, geht es über die Moldaubrücke hinauf zur Prager Burg, die übrigens in Teilen über 1.000 Jahre alt ist. Auf dem Weg dorthin passieren wir die St. Nikolaus Kirche. Nachdem wir uns auf dem Vorplatz der Burg ein wenig umgesehen haben, gehen wir zur Veits Kathedrale.  Der Besuch lohnt sich sehr, auch wenn zu viele Touristen im Dom waren.

Auf der Rückseite des Veits Doms steht eine weitere große Kirche, die St. Georgs-Basika. Den Weg in das Goldene Gässchen ersparen wir uns, weil der Andrang sehr groß ist und es eigentlich nichts zu sehen gibt. Ich war 1990 schon mal da und habe nicht viel entdeckt. In dem Gässchen hat man vor langer Zeit (z. Zt. Rudolfs II) versucht, Gold auf chemische Weise herzustellen.

Über die am Hang liegenden Gartenanlagen, für die man auch Eintritt zahlen muss, sind wir wieder zurück zur „Niederstadt“ gegangen. Der Gang durch die kleinen Gassen und Winkel ist wirklich empfehlenswert, denn selbst dort zeigt sich Prag von einer schönen Seite.

Nachdem wir nun unten angekommen sind, trinke ich erst ein mal ein schönes Budweiser Bier, vom Fass natürlich, in einem kleinen Straßencafe kurz vor der Karlsbrücke. Es hat herrlich geschmeckt!

So gestärkt genießen wir den Gang über die älteste europäische Steinbrücke. Sie wurde an der Stelle der 1342 eingestürzten Judithbrücke errichtet und von Karl IV 1357 der Grundstein gelegt. Die Bauzeit betrug fast fünfzig Jahre! Ich habe sie nicht gezählt, aber die Brücke ist bestimmt mit 2 Dutzend barocken Heiligenstatuen geschmückt. Zu ihnen gehört auch die Statue des Heiligen Johannes Nepomuk, er wurde 1393 auf Befehl des Königs von der Brücke gestürzt weil er sich an das Beichtgeheimnis hielt.

Nachdem wir die Brücke überquert hatten, sind wir in den astronomischen Turm gestiegen. Äußerst beeindruckend sind hier der Barocke Bibliothekensaal und der Meridiansaal mit den Wandquadranten.

Weiter geht es an dem Nationaltheater vorbei zum Wenzelplatz und dem Altstädter Rathaus zurück zum Hotel bzw. in ein Restaurant. Das Essen und der Wein waren gut, aber die Verständigung wieder mal ziemlich dürftig. Wahrscheinlich waren wir in einem Restaurant für Einheimische gelandet, wo das Essen zwar gut und preiswert ist, aber eben nur für Leute die die Landessprache sprechen.

Prag ist eine sehr sehenswerte Stadt, die offensichtlich versteht, dass man auch investieren muss, um Touristen anzusprechen. Es ist ungewöhnlich sauber, was nicht schadet, allerdings muss man auf seine Wertsachen aufpassen, denn auch hier sind Kinderdiebesbanden aus Rumänien unterwegs, die von erwachsenen „Schweinen“ gesteuert werden.

Am 7. Juli fahren wir mit einem Taxi zum Flughafen und ich habe in der Lounge Gelegenheit, nach eingegangenen Emails zu schauen. Es funktioniert hervorragend, was ich über spätere Lounges der LH nicht berichten kann, aber diese war ja auch keine LH Lounge!