Edgar Dürholt
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Peking Duck

Around the world vom 9. Juni bis 9. August 2006

Teil 3    

Paris

Heute, am 11. Juli, fliegen wir von Rom mit LH 3857 um 12:35 nach München  und von dort mit LH 4246 um 14:45 nach Paris. Da wir erst um 16:20 am CDG Airport ankommen und die Taxifahrt etwa eine Stunde dauert, haben wir uns außer zu Essen nicht mehr sehr viel vorgenommen. Wir wohnen in einem nicht sehr tollen Hotel in St. German de Pre. Ich habe wohl doch zu sehr auf den Preis gesehen, aber da müssen wir durch.

Wir haben uns in einem Straßenrestaurant an einer Kreuzung des Boulevard du Montparnasse niedergelassen und uns über die Preise der Getränkekarte gewundert, denn die Getränke sind hier offensichtlich noch teurer als in Rom. Ein kleines Bier kostet € 4,-! Dagegen kostet ein sehr gut schmeckendes Steak Tartar lediglich € 14,-  ?! (Aber noch besser wurde es am letzten Tag, denn da habe ich für ein großes Bier, niemand sagte mir, dass dies mehr als ½ Liter ist, sondern 1 Liter,

€ 14,- bezahlt!) Da macht trinken ja wirklich keinen Spaß mehr. Ich freue mich auf unseren Wein! Auf unserer Reise haben wir des Öfteren von Wein Abstand genommen, da wir das Risiko nicht eingehen wollten.

Am 12. Juli haben wir uns Großes vorgenommen! Wir wollen uns Paris ansehen, und zwar erst einmal zu Fuß, denn schließlich gehen wir seit Wochen nicht ins Fitnesscenter!

Also marschieren wir von der Rue de Rennes zum Garten Luxemburg, um von dort Richtung Pantheon, dem „Dom der großen Männer“ Frankreichs weiterzugehen! Direkt hinter dem Pantheon liegt die kleine Kirche Saint Etienne du Mont, die aufgrund der langen Bauzeit 1492-1622 die verschiedensten Baustile in sich vereint  und deshalb besonders reizvoll wirkt.

Weiter über den Boulevard St-Michel zur Notre Dame, die wir besichtigen und einmal umrunden. Natürlich ist diese Basilika ein wunderschönes Exemplar europäischer Baukunst, doch ist es mir da drinnen zu dunkel. Der Petersdom wirkt wesentlich heller und damit freundlicher!

Weiter führt uns unser Marsch durch die historischen Stätten Richtung „ Hotel de Ville“ (Rathaus) und von dort über die Rue de Rivoli zum Palais Royal. Hier laden die schönen Arkaden zum Flanieren zwischen den Antiquitätenhändlern ein, die sich um die 252 gestreiften Säulen niedergelassen haben. (Ich habe die Säulen nicht nachgezählt)

Wenn man so durch die Straßen von Paris wandert und sich an den Fronten der alten Gebäude begeistert, so empfindet man, dass diese Stadt etwas Besonderes offeriert, und dies auch versteht zu erhalten! Die Stadt ist verhältnismäßig sauber, man leert hier offensichtlich die Papierkörbe, ganz anders in Rom! Auch sind die Gebäude in einem wesentlich besseren Zustand als in Rom. Es macht Spaß hier herumzulaufen und die Stadt zu genießen!

Da wir gelesen hatten, dass man bei FNAC (eine Kette, die Tickets aller Art verkauft) auch Tickets zum Louvre kaufen kann und somit nicht in stundenlangen Schlangen zum Ticketkauf anstehen muss, haben wir nach dieser Kette gesucht und nach einiger Zeit sogar gefunden und Tickets gekauft. Ausgestattet mit diesen Tickets ging es nun natürlich erst mal in den Louvre. Allerdings hatten wir uns vorgenommen, uns nur einige wenige Dinge anzusehen, denn dieses Museum erschlägt einen einfach mit so vielen Exponaten!

Wir haben uns auf die Assyrer, Ägypten etc, Venus von Milo und selbstverständlich auf das Lächeln der Mona Lisa konzentriert.

4 Stunden waren dann auch genug, man kann einfach nicht so viel aufnehmen.

Anschließend schlendern wir durch die Tullerien zum Place de Concorde. Die Vorbereitungen zum 14. Juli, dem Tag der Paraden, sind fast fertig gestellt.

Ausgerechnet hier, wo es wieder ein paar tolle Photos zu schießen gäbe, verweigert meine neue Nikon D200 eine 4 GB Speicherkarte. Die Kamera behauptet die Karte nicht lesen zu können! Gott sei Dank ist es nicht weit zu einem Photogeschäft, doch da ist man völlig überfordert mit der Kamera. Doch hat die Dame eine gute Idee, nämlich die Speicherkarte in ihren Computer zu stecken. Sie tut es und stellt fest, dass dieser die Karte lesen kann. Nun versuche ich es erneut mit der Kamera und diese kann nun plötzlich die Karte auch lesen??!!

Da die Kamera nun wieder einsatzbereit ist, entscheiden wir uns doch noch am Invalidendom vorbeizuschauen, was uns extra Kilometer auf den Beinen kostet.

Wir kommen von Armeemuseumsseite zum Dom und sehen erst einmal eine ganze Reihe alter Bronzekanonen. Durch einen großen Innenhof kommt man dann zur anderen Seite, dem Invalidendom, wo man allerdings erst einmal Eintrittskarten erstehen muss, um in den Dom bzw. Grabkirche Napoleons hinein zu gelangen. 1840 erhielten die Franzosen nach langwierigen Verhandlungen mit England schließlich die Erlaubnis, den Leichnam Napoleons von St. Helena nach Frankreich zu überführen und im Invalidendom beizusetzen. Dazu wurde eigens eine nach oben offene Krypta gebaut, in deren Mitte der gewaltige Sarkophag aus Porphyr und Granit aufgestellt wurde. Dass man dem kleinen Kerl, er war nur 1,60, einen so großen Sarkophag verpasst hat, ist doch nun wieder nicht erstaunlich, denn was hätte man von einem winzigen Sarkophag gehalten, wo er sich doch immer so groß fühlte?

Zwölf überlebensgroße Figuren symbolisieren seine Siege. 1861 fand Napoléon I. im Invalidendom nun mehr seine letzte Ruhestätte. Ebenso ruhen hier die Brüder Napoleons Joseph und Jérôme, sowie etliche Marschälle und Generäle.

Allerdings muss man ermerken, dass er in Deutschland ein paar Dinge eingeführt hat, die uns unsere Fürsten nicht vergönnten.

Mittlerweile gehen wir ziemlich langsam, fast auf dem Zahnfleisch, zurück zum Hotel. Wir sind wieder mal etwa 15 km gelaufen und ganz stolz auf uns!

Doch heute Abend erwartet uns noch etwas Pariserisches, wir speisen im Restaurant  Chez Francis und anschließend geht es in das Crazy Horse.

Das Essen war sehr gut und eigentlich sogar zu reichlich, der Champagner war gut und wir zufrieden. (Gänseleberpastete, Kalbsleber, herrlicher Ziegenkäse und heiße Schokolade mit Eiscreme)

Doch das Craizy Horse hatten wir uns irgendwie erotischer vorgestellt. Ich war ja einmal vor ca. 15 Jahren mit einer japanischen Mitarbeiterin dort, die mich gebeten hatte, mit ihr dort hin zugehen, denn sonst würde sie dort nie hinkommen! Ich hab ihr den Gefallen (?) getan und wir sind hin. Sie hat meistens verschämt weggeschaut und ich darüber geschmunzelt. Wer wollte dort hin?

Doch nun war es irgendwie anders, wenig Erotik, dafür jede Menge Chinesen und Japaner auf der Hühnerstange. Vor uns, etwas zu weit rechts, mit weniger gutem Blick zur Bühne saß ein Paar, er Franzose(?), sie Koreanerin, Chinesin oder Japanerin, nicht immer ist das so klar! Sie war offensichtlich mit dem Platz nicht zufrieden, denn sie konnte nicht alle Darbietungen gut sehen und so moserte sie rum, doch er gab sich mit dem zugewiesenen Platz zufrieden. Sie nicht! Sie donnerte auf ihn ein und er rührte sich nicht. Folglich zog sie los, um einen besseren Platz zu ergattern, doch auch sie kam erfolglos zurück. Sie schaute ihn ziemlich fassungslos an, was zu der Vermutung Anlass gab, dass er noch ein paar schwere Stunden/Tage vor sich hatte, denn schließlich wollte sie „etwas zu seinen Gunsten“ lernen.

Für den 13. Juli haben wir uns etwas weniger Fußmarsch verordnet. Wir wollen die größeren Entfernungen mit der U-Bahn überwinden.

Unser erstes Ziel ist der Platz de la Bastille, ein Platz der eng mit der Französischen Revolution verbunden ist, die am 14.7.1789 mit dem Sturm auf die Bastille begann. Die Festung war der Inbegriff der königlichen Willkürherrschaft. Sie wurde im 14. Jahrhundert erbaut und diente als berüchtigtes und gefürchtetes Staatsgefängnis, in dem unzählige Schuldige und Unschuldige den Tod unter der Guillotine fanden.

Die Festung wurde abgetragen und auf dem Platz eine Säule errichtet.

Unser nächstes Ziel ist der Place des Vosges, hier herrscht eine Ruhe wie man sie selten in einer Großstadt findet.

Ganz in der Nähe finden wir eine U-Bahn Station, denn unser nächstes Ziel ist die Basilique du Sacre-Coeur, die ein wenig zu weit weg liegt, um dort hin zu Fuß zu gehen. Am unteren Ende der Freitreppe, die hinauf zur Basilika führt, lungern erst einmal jede Menge Marokkaner (?) herum, die jeden Touristen ziemlich bedrängend ansprechen und etwas verkaufen wollen. Von der oberen Plattform vor der Basilika hat man einen herrlichen Blick über ganz Paris.

Nun geht es wieder zurück zur U-Bahn, deren Station bezeichnenderweise „Stalingrad“ heißt, mit der wir zur Opera Garnier fahren. Ein herrliches Gebäude, dass übrigens das größte Theater der Welt in m 2 ist, aber von der Mailänder Scala und der Wiener Staatsoper an Plätzen übertroffen wird.

Von hier gehen wir zu Fuß zum Place Vendome. In der Mitte des Platzes befindet sich die 44 m hohe Triumphsäule aus den Jahren 1806-1810 mit einer Statue von Napoleon I. im Stil eines römischen Imperators. Der Bildhauer schuf die Säule nach dem Vorbild der römischen Trajanssäule. Für den Schaft wurde Bronze aus den Kanonen verwendet, welche die Franzosen in der Schlacht von Austerlitz erbeutet hatten.

Vom Place Vendome ist es nicht weit zum Place de Concorde, wo der Obelisk von Luxor steht, den Ramses II einst dort hatte errichten lassen. Später haben die Franzosen ihn dann nicht als Souvenir mitgenommen, sondern er wurde ihnen 1833 vom damaligen ägyptischen König geschenkt. Sicher weil er so viele hatte?! Jedenfalls ist er 23 m hoch, wiegt 250 Tonnen, ist einen Stück Granit und stammt aus dem 13. Jh. vor Christi.

Nun marschieren wir weiter über die Av. Des Champs Elysees zum Arc de Triomphe Etoile. Hier finden sich all die kleinen teuren Boutiquen und ein riesiges Louis Vouiton Geschäft, das vorwiegend mit Asiaten und wahrscheinlich Russen gefüllt ist. Bis auf den Bürgersteig hinaus ragen viele Cafes, die zu einem Imbiss einladen.

Nachdem ich den Arc de Triomphe ausgiebig fotografiert habe, suchen wir uns eine U-Bahn Station, von der wir Richtung Eifelturm fahren können.

Das Wahrzeichen von Paris wurde bekanntlich zur Eröffnung der Pariser Weltausstellung errichtet. Er ist 307 m hoch. Über 700 Stufen gelangt man allerdings nur bis zur 2. Plattform. Wir haben es vorgezogen, weder zu gehen noch zu fahren, denn an den Aufzügen stand eine lange Schlange. Er ist natürlich schon von weitem sehr beeindruckend, aber wenn man näher kommt bzw. unter ihm steht, wird man sich der Größe erst so richtig bewusst.

Wir sind zwar heute die langen Strecken gefahren, doch 7 km waren es trotzdem, die wir wieder zu Fuß zurückgelegt haben!

Nachdem wir wieder zurück im Hotel waren, habe ich Christine und mir eine Heparin Spritze in den Bauch gerammt, so jedenfalls drückt sich Christine nach einem Aufschrei aus. Wir haben uns angewöhnt, etwa 24 Stunden vor Flügen über 5 Stunden uns diese Spritze zu setzen, die das Blut verdünnt und somit einer Thrombose vorbeugend wirkt.

Wir haben viele schöne Eindrücke gesammelt und fliegen zufrieden zu unserem nächsten Ziel, New York.

Teil 6  

USA, New York, El Cajon und SFO

In Paris hatten wir einen Airport Shuttle Service gebucht, der uns am 12.7. zum Charles de Gaulle Airport brachte. Nach dem Einchecken wollte ich wieder in der LH Lounge Emails abrufen. Auch hier hatte ich kein Glück. Hier waren es nicht die fehlenden Computer, sondern das WLAN Netz funktionierte nicht, sodass mein Laptop sich nicht einloggen konnte.

Wir fliegen über Frankfurt nach New York und kommen in Frankfurt am Gate A 24 an und müssen zum Gate B 27. A nightmare to walk! Dass man bei USA Reisen 2 x das Handgepäck kontrolliert bekommt und natürlich das aufgegebene Gepäck vor dem Einchecken geröntgt wird, ist zum Standard geworden, der mich abschrecken würde, häufiger in die USA zu Reisen.

Aber es soll ja noch besser kommen, denn als wir am Boarding Gate ankommen, sind es laut Auskunft der Dame noch 5 – 10 Minuten zum Boarding, also gibt es keinen Sinn mehr in die Frequent Traveller Lounge zu gehen. Wir werden tatsächlich nach ca. 15 Minuten aufgerufen und werden mit dem Bus zum Airbus 340 gefahren. Dort angekommen stehen wir bestimmt 15 Minuten im geschlossenen Bus und beobachten wie ein Servicewagen heranfährt, ein Mitarbeiter aussteigt, seinen Staubsauger aus dem Wagen holt, die Sicherheitsbeamten diesen kontrollieren, dieser in der Maschine verschwindet, noch ein Wagen fährt an, ein weiterer Mitarbeiter trägt Säcke mit Servietten an Board, ein Technikwagen fährt vor, auch diese Leute gehen an Board, kommen nach 5 Minuten zurück und kommunizieren über Walky Talky mit jemandem, ein weiterer Servicewagen fährt vor und bringt irgendwelches fehlendes Boardmaterial, der Staubsauger kommt zurück und kurz darauf wird auch die Bustür geöffnet. Wir können aussteigen und an Board gehen!

An Board gibt es auch seit langem die japanischen heißen feuchten Tücher, doch dieses Mal triefte es und man war fast geduscht!!

Doch müssen wir das an Board gereichte Essen ausdrücklich loben, es war sehr gut und sogar schmackhaft, was ja an Board nicht so leicht zu servieren ist.

Vor dem Einsteigen in die Maschine bekamen wir einen $ 5 Gutschein für eine Inflight Errungenschaft geschenkt. Damit sollte man sich im Flugzeug in das Internet einloggen können. Mir ist es mit 5 Versuchen nicht gelungen mich bei dem neuen Connexion Service anzumelden, obwohl ich aus Neugierde bereit war, die Gebühren zu zahlen. $ 5 hätten nämlich nicht gereicht, da zum Anmelden mindestens $ 9,99 nötig gewesen wären! So etwas nennt sich missglücktes Marketing!

Übrigens wollen sicher viele Reisende nur für wenige Minuten in das Internet und nicht $ 9,99 dafür bezahlen!

Wir landen relativ pünktlich in New York, doch beim US Immigration Service sind die Computer ausgefallen bzw. man kann erkennen, dass überhaupt keine Abfertigung stattfindet! Nach ca. 1 Stunde kommt dann ein Immigration Officer an den Boxen vorbei und verteilt CDs!! Alle legen sie ein und fahren den Computer hoch! Nun geht es weiter im Land der unbeschränkten Möglichkeiten.  

Ich hatte eigentlich gedacht, dass 4 Stunden Zeit von der Landung bis zu Beginn des gebuchten Musicals „Lions King“ genug sein würden, doch hatte ich die Schnelligkeit der Immigration Officers nicht bedacht. Wir haben das Musical verpasst und damit

$ 240,- in den Sand gesetzt!! Ein Umbuchen auf den nächsten Tag ist angeblich nicht möglich. Damit ist unser Hauptgrund nach New York zu reisen entfallen!! Ich habe schon wieder einmal die Schnauze voll von dem von Gott auserwähltem Land.

Als Kompensation haben wir uns dann im Regency Club des Hyatt Hotels ein paar gut gekühlte Gläser Pinot Grigio getrunken, die man hier leider bezahlen muss. In den meisten Regency Clubs sind auch die alkoholischen Getränke innerhalb einer gewissen Zeit kostenlos. Im Allgemeinen kann man beobachten, dass in den Regency Clubs ein wenig auf Kleiderordnung wert gelegt wird, auch wohl deshalb weil die Räume meist sehr geschmackvoll eingerichtet sind. Im Hyatt New York läuft Sack und Pack herum. Man kann alles erleben: kurze Hosen bei Mann und Frau, offene Sandalen und selbst Baseballkappen auf dem Kopf. Über die Essgewohnheiten möchte ich mich nicht weiter auslassen!

So haben wir uns für den 15.7. ein wenig Herumlaufen durch Central New York vorgenommen. Unser Hotel liegt direkt an der Grand Central Station und damit mitten in der Stadt. Wir haben uns einen schwülen Tag ausgesucht, auch wenn es nicht sehr warm ist, so ist es aber doch sehr feucht warm. Wir schlendern zum Theater, im dem wir am 14. Lions King sehen wollten, um uns die hinterlegten Tickets abzuholen bzw. um sie zu ärgern, falls man sie doch verkauft haben sollte?! Die Tickets lagen noch da und wir haben ein Souvenir mehr. Hier am Broadway ist selbst um 13 Uhr bereits reger Betrieb, obwohl alle Veranstaltungen sicher erst am Spätnachmittag oder am Abend beginnen. Weiter geht es über die Ave of the Americas, Fiths Ave. und Madison Ave. Wir sind wieder alles andere als begeistert von dieser auffallend dreckigen und mehr und mehr verkommenden Stadt, aber das scheint niemand zu stören bzw. wahrscheinlich sehen sie es nicht mehr.  

Am Sonntag müssen wir etwas früher aus den Federn, denn unser Flug UA 25 hebt um 11:10 ab, d.h. Abfahrt vom Hotel um 8:30. Am Flughafen JFK angekommen stellt sich heraus, dass der Flug um 1 ½ Stunden Verspätung hat. Die unfreundliche Dame beim UA Check-in will erst einmal für Übergewicht kassieren! Das ist nicht das erste Mal, dass dies UA versucht. Man scheint keine Ahnung zu haben, dass ein LH Frequent Traveller 40 kg Freigepäck hat. Kann man derartige Information nicht im Ticket bzw. in der Buchung vermerken?! Nachdem wir es wieder überstanden haben, gehen wir zur Star Alliance Lounge von UA. Hier werden wir abgewiesen, da wir keine Goldkarte besitzen! Meine Frequent Traveller Karte ist silbern! Die Miles & More Goldkarte kann man kaufen, um einige Vergünstigungen zu haben, die man als Frequent Traveller kostenlos geniest. Die Frequent Traveller Karte erhält man für 80.000 geflogene Meilen, aber das zählt hier nicht! Als ich bei LH anrufe, mich beschwere und nach einer Star Alliance Lounge frage, erhalte ich nach längerem Prüfen die Auskunft, dass die Lounge von 12:00 – 21:00 geöffnet ist. Es ist jedoch 10:00 und um 12:10 werden wir wohl einchecken, sodass es keinen Sinn ergeben würde die Lounge aufzusuchen. Außerdem hat die Dame keine Information darüber, wo sich diese Lounge befindet!! Wenn das kein Service ist!

Wir heben endlich gegen 13:00 ab und sind von dem an Board Service des UA Fluges angenehm überrascht. Das Personal ist sehr aufmerksam! Hier sollte vielleicht LH seine Flugbegleiter schulen. 

Trotz Verspätung können wir unsere Commuter Maschine von LAX nach SAN noch erreichen, d.h. der Kapitän scheint ein paar Schaufeln Kohle extra zugegeben zu haben. Unser Gepäck ist auch komplett angekommen, sodass wir den Shuttlebus zur Autovermietung nehmen und uns dort unseren Leihwagen abholen. Wir haben uns einen Mittelklassewagen ausgesucht, der ist zwar äußerlich größer als ein Golf, aber in den Kofferraum passt wenig bzw. die Kofferraumöffnung ist so klein, dass man nur mit Schwierigkeiten einen Koffer hinein bekommt!! Folglich müssen das Golfbag hochkant auf den Vordersitz und der zweite Koffer auf die Rückbank. Nun sitzt Christine hinten und lässt sich chauffieren.

Es ist mir gelungen ohne GPS und ohne Karte vom Airport zum Hotel zu fahren! Alles aus dem Gedächtnis heraus! Wenn das nichts ist!

Die nächsten Tage gehören meiner Tochter Daniela und meinen Enkelkinder, Derek, Lauren, Tom und Schwiegersohn Tom. Leider ist Derek krank, sodass wir dieses Mal keine Runde Golf zusammen spielen können. Dafür sind wir ohne Derek zum Strand nach La Jolla gefahren und in die Wellen gesprungen. Das Wasser ist dort angenehm warm (26 Grad), was wir ja von Kapstadt nicht sagen können (max 21 Grad). Christine und dich haben auch nur eine Runde Golf auf dem Willow Glen Platz vom Sycuan Resort, unserem Hotel, gespielt. Christine war mal wieder sehr unzufrieden mit ihrem Spiel, bis sie ein Birdie spielt, da war die Welt wieder rosarot.

Am 23.7. müssen wir morgens früh aus den Federn, denn unsere Maschine, die

UA 1280 nach San Francisco hebt schon um 8:55 ab. Da wir aber schon alles am Vortag gepackt haben, brauchen wir uns erst um 5:30 zu erheben, obwohl wir etwas frühstücken wollen. Um 6:45 sind wir zur Abfahrt bereit.

Es ist Sonntagmorgen und somit ist der Verkehr auf den 6-spurigen Highways erträglich.

Selbst beim Einchecken bei UA gibt es dieses Mal keine Probleme mit den Koffern, die wir bis Hongkong durchchecken.

Die Security Kontrollen auf den Flughäfen in den USA sind ziemlich scharf, mir blieb es allerdings erspart die Schuhe ausziehen zu müssen, was Christine musste.

Wir saßen auf diesem Flugabschnitt in der 1.Class, die allerdings mehr nach Holzklasse wirkte! In San Francisco gab es eine Star Alliance Business Class Lounge, sodass wir uns dort in Ruhe bis zum Abflug niederlassen konnten.

Der Abflug des Fluges UA 869 nach Hongkong bereitete dann einige Schwierigkeiten. Erst musste, nachdem alles fertig und die Türen geschlossen waren, ein Passagier von Board gehen! Dann wurden wir vom Finger weggezogen, um mit eigener Kraft weiterzurollen. Doch nachdem die Zugmaschine abgehängt war stellte sich heraus, dass Gepäck an Board war, zu dem der Passagier fehlte! Also wieder zurück zum Finger und den Passagier suchen, bzw. das Gepäckstück ausladen! Gott sei Dank wurde der Passagier gefunden, denn sonst hätte es länger dauern können.

Die Flugzeit nach Hongkong beträgt 14 Stunden Nonstop! Wie gesagt ist der Service bei UA an Board sehr gut und es wird schon vor dem Abflug Champagner gereicht, wovon ich natürlich reichlich gebrauch mache. Nachdem Essen habe ich noch ein paar gute Gläser Rotwein getrunken und mich dann zum Schlafen gelegt. Man konnte fast waagerecht liegen, was sehr angenehm ist.

Auch vor diesem Flug habe ich uns wieder gespritzt. Dieses Mal soll ich besser gemacht haben, aber nicht viel, meckert sie.

Teil 7  

Hongkong und Saigon

Durch ordentlich Rückenwind und ein paar extra Schaufeln Kohle auf die Triebwerke, kamen wir sogar pünktlich nach ca. 13 Stunden Flug an. In Hongkong hatte es gerade heftig geblitzt, gedonnert und geregnet, sodass wir 2 Ehrenrunden fliegen mussten bevor wir landen durften.

Der neue Flughafen, schon ca.10 Jahre alt, ist für Passagiere gut gelungen, aber gut 40 Minuten mit dem Auto von Tsim Sha Tsui, dem südlichen Punkt von Kowloon entfernt. Es stehen nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug sofort kleine Trolleys für das Handgepäck bereit und es gibt auch Trolleys an den Laufbändern, und zwar auch hier kostenlos!!

Stephen Lee, der jetzige Wella MD in Hongkong holt uns ab und somit kommen wir bequem zum YMCA „The Salisbury“ in Kowloon, in unmittelbarer Nähe zur Bucht mit Blick auf die Bucht und Hongkong.

Wir haben uns hier eingenistet, denn man kann in diesem YMCA eine Harbour View Suite mieten, die noch bezahlbar ist, verglichen mit dem direkt daneben liegendem Peninsula Hotel. Wir sind sehr angenehm von unserer Suite überrascht, es ist zwar alles einfach gestaltet, aber trotzdem fehlt es nicht an Komfort.

Der Blick auf Hongkong und die zwischen Hongkong und Kowloon verlaufende Wasserstraße ist einfach atemberaubend. Hier sieht und spürt man die Vibration dieser Stadt. Es herrscht reger Schiffverkehr, Fähren fahren in alle Richtungen, Zubringerschiffe bringen Container zum Containerhafen, der übrigens nach Singapore der größte Containerumschlagplatz der Welt ist, Cruiseschiffe fahren vorbei und Transportschiffe bringen allerlei Materialien zu ihrem Ziel.

Die abendliche Beleuchtung der Hochhäuser von Hongkong ist faszinierend.  Abends um 8 Uhr wird diese Beleuchtung für 15 Minuten zu einer Lichterschau. Über Computer wird die Beleuchtung von etwa 20 Hochhäusern synchron zu einem Musikstück gesteuert, d.h. Teile der Beleuchtung werden ein und ausgeschaltet.

Wir sind zwar mittags am 23.7. abgeflogen, der Flug dauerte wie gesagt nur 13 Stunden und trotzdem sind wir am Abend des 24.7. in Hongkong eingetroffen, denn wir haben die Datumsgrenze überschritten und einen Tag verloren.

Für den nächsten Tag haben wir uns als erstes den Besuch des Wong Tai Sin Tempels vorgenommen. Wir fahren mit der U-Bahn von der Tsim Sha Tsui Station, denn es wäre viel zu weit zu laufen. Dieser Tempel ist einer der wichtigsten und meistbesuchten taoistischen Tempel in Hongkong. Wong Tai Sin war der Sage nach ein Einsiedler, der in die Zukunft schauen konnte und über heilende Kräfte verfügte. Dies wird der Grund dafür sein, dass sich auf dem Tempelgelände viele Wahrsager niedergelassen haben und auch eine große Apotheke mit chinesischer Medizin. Es waren wahrlich viele Gläubige auf dem Gelände und nur wir als Langnasen. Inmitten dem geschäftlichen Betreiben betet man, verbrennt Opfergaben und Weihrauchstäbchen. Zum Tempel gehört auch ein hübscher Garten, der sogenannte „Good Wish Garden“, mit vielen Pflanzen, Felsen und künstlichen Wasserfällen.

Nach dem Tempelbesuch und vielen gemachten Photos fahren wir mit der U-Bahn in ein Viertel Kowloons, dass Yau Ma Tei heisst. Was man hier zu sehen bekommt hat überhaupt nichts zu tun mit Glämmer der Nathan Road und den Geschäften rund um Tsim Sha Tsui. Die Fassaden der Häuser sind dreckig und verfallen, winzige Geschäfte verkaufen Werkzeug, Kabelrollen liegen auf dem Bürgersteig, alte Männer mit nacktem Oberkörper sitzen dazwischen, eine Elektroreparaturwerkstatt kann chaotischer nicht aussehen, daneben werden Hausaltare und herrliche Mangos verkauft. Die andere Seite Hongkongs.

Von hier laufen wir zu Fuß zur Anlegestelle der Star Ferry Boote, die hier etwa im 5 Minutentakt von Kowloon nach Hongkong Island übersetzen. Gleich neben der Star Ferry führen Rolltreppen in eins der riesigen Einkaufszentren, dem Ocean Terminal.

Hier kann man alles was das Herz begehrt erstehen und natürlich gibt es auch Dutzende von Restaurants, denn Chinesen lieben es zu essen. Mein Herz begehrte eine Nikon Linse und als wir rein zufällig bei Delon Photo vorbeikommen (Delon gibt es seit über 30 Jahren), konnte ich das Begehren stillen.

Witzigerweise habe ich in einem neuerbauten Wolkenkratzer im zweiten Stoch zufällig das Geschäft Cathay Arts entdeckt. In diesem Möbelgeschäft, habe ich vor 31 Jahren (1975) unser Esszimmer aus Rosenholz anfertigen lassen, das uns dann nach Tokyo geliefert wurde.

Zum Abendessen sind von Stephen Lee eingeladen. Das Restaurant liegt ganz in der Nähe zum Hotel, sodass er uns abholt und wir gemeinsam dort hin gehen. Das herrlich eingerichtete chinesische Restaurant liegt in einem neu erbauten Hochhaus im 28 Stock.

Als wir die Speisekarte erhalten begehe ich einen großen Fehler, denn ich überlasse Stephen die Bestellung der Speisen! Einem Chinesen, der fast nie mit Ausländer essen geht, darf man nicht die Auswahl überlassen. Es wir nicht umsonst gesagt, dass Chinesen alles essen was fliegen kann und Beine hat, außer Flugzeugen und Tischen!

Jedenfalls erlebten wir ein Desaster nach dem anderen. Es kam

  1. eingelegter schmieriger roher Tintenfisch mit Saugnäpfen
  2. Haifischunterlippe
  3. rohe Shrimps, die waren für mich in Ordnung, aber Chris
  4. Chinesische Gurke, ohne Geschmack
  5. Chrispy Crab, mit Eingeweiden, die Chris Gott sei Dank nicht sah

Es war ein furchtbares Abendessen, dass auch noch sehr teuer war!

Aus dem geplanten Golfen wurde nichts, denn unser Golfpartner Charles war ersten zwei Tage in China und danach war alles ausgebucht.

Das Wetter war zum großen Teil nicht schön und es hat sogar geregnet, sodass meine Photoausbeute von Hongkong Island nicht erwähnenswert ist.

Auf der Fahrt zum Flughafen beeindrucken uns die vielen riesigen Hochhäuser der  Trabantenstädte und überwältigenden Containeranlagen.

Die Lounge von UA ist sehr gut eingerichtet und es gibt eine große Auswahl an Getränken, sowie eine gute Auswahl an Snacks.

Als wir in die 747 einsteigen, gehen wir durch eine Nebelwand im Flugzeug. Man kann nicht mehr all einen Meter sehen. Die Klimaanlage des Flugzeuges spuckt ununterbrochen Nebel aus, so etwas in der Stärke habe ich noch nicht erlebt. Es legte sich erst nach 20 Minuten. Ich habe Photos gemacht, die echt lustig aussehen.

Am 27.7. fliegen wir weiter nach Saigon. Der Flug ist nur etwa 2 Stunden, doch weil er erst um 20:00 abgeht, kommt man erst nach 10 Uhr im Hotel an. Wir werden von einer Hotel Limousine abgeholt, die ich im voraus gebucht hatte, den wir wollten nicht in dem Gedränge auf einen nicht englisch sprechenden Taxifahrer einreden müssen.

Wir haben uns zu einem sehr guten Preis im neuen Park Hyatt einbuchen können, dass wirklich ganz toll eingerichtete Zimmer hat. Es gibt zwei Restaurants, mit offenen Kochstellen zu den Gästen, sodass man die Zubereitung der Speisen beobachten kann. Es sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch interessant. Wir haben zu einem erschwinglichen Preis tolles Seafood auf vietnamesisch gegessen und fruchtigen Neuseeländischen Sauvignon Blanc getrunken.

Eigentlich sind wir nur nach Saigon geflogen weil ich mal sehen wollte, wie die Stadt sich in den letzten 10 Jahren entwickelt hat, d.h. wollen nur durch die Stadt schlendern und ein paar Erinnerungen auffrischen. So marschieren wir am nächsten Morgen Richtung Fluss los und schauen uns Land und Leute an. Am Ende der Hai Ba Trung (Straßenname) stößt man auf den Me Linh Square, auf dem eine bronzene Statue des vietnamesischen Nationalhelden Tran Hung Dao steht. Er war kommandierte das Dai Viet Heer gegen drei mongolische Invasionen im 13 Jht.  und konnte den Mongolen dreimal vernichtende Niederlagen beibringen.

Als wir die breite Straße überqueren wollten, fiel es mir wieder ein, dass Fußgängerstreifen nur zur Dekoration dienen. Wenn man über die Straße will geht dies nur folgendermaßen. Man gehe einfach auf die Straße, mitten in den Verkehr, allerdings behält man den entgegenkommendes Verkehr immer im Auge und geht langsam hindurch, immer blickkontakthaltend mit den Motorrädern, Mopeds und Autos, sodass diese immer früh genug wissen, ob sie rechts oder links an einem vorbeifahren sollen!! Einmal ist Chris nicht an meiner Hand gefolgt und dann 15 Minuten auf der anderen Seite, bis sie sich ein Herz nahm. Doch statt so zu gehen wie beschrieben rannte sie durch den Verkehr, sodass sogar ein Vietnamese zu uns kam und ausdrücklich warnte, so die Straße nicht zu überqueren, denn die Motorräder wissen ohne Blickkontakt nicht was sie machen sollen. Saigon ist folglich zum Entsorgen von unleidlicher Ehefrauen bestens geeignet.

An der Ecke der Ton Duc Thang und der Bong Khoi liegt das Majestic Hotel, dem man wieder zu Glanz durch Farbe verholfen hat. Vorbei am Maxim’s und herrlichen alten kolonialen Fassaden erreichen wir das Theater, das auch Farbe abbekommen hat. An diesem Square liegt auch das Continental Hotel, in dem ich einige Male gewohnt habe. Allerdings sieht es heute von innen und außen wesentlich besser aus. Von hier aus geht als nächstes zum Rex Hotel und dem tollen Kolonialbau des Rathauses. In einem Park davor sitzt die Statue von Ho Chi Minh, dem nächsten Nationalhelden, der den Amerikanern das Fürchten beigebracht hat.

Nun müssen wir uns nur noch die Kathedrale Notre Dame anschauen und das alte Postamt und dann haben wir unser Pensum geschafft.

Am Abend lassen wir uns wieder in dem schmackhaften Restaurant verwöhnen. Allem Anschein nach schreitet die Entwicklung in Vietnam nicht so schnell voran wie in China, aber die Stadt ist wesentlich ansehnlicher geworden und man bekommt in guten Restaurants hervorragende Speisen. 1994 gab es ein Restaurant was man als solches bezeichnen konnte.

Am 29.7. geht es mit der SQ 171 um 11:50 nach Singapore. Die Lounge in Saigon ist prall gefüllt mit allen möglichen selbst aufzubrühenden Nudelsuppen, Sandwiches und Getränken. Der Flug dauert nur ca. 2 Stunden, doch dann haben wir 6 Stunden Aufenthalt bevor es weiter auf die Malediven geht. Gut dass es in Singapore eine sehr schöne und große Lounge gibt, sonst würde es zur Tortur werden, solange am Airport rumzuhängen. Außerdem gibt es jede Menge kostenlos zu benutzende Computer und natürlich WLan Netze, sodass man im Internet einiges erledigen kann.

Malediven, Hilton Resort

Pünktlich um 20:35 heben wir mit der SQ 452 Richtung Male ab. Auch dieser Flug dauert nur etwas mehr als 4 Stunden, doch da es dunkel ist, müssen wir in Male übernachten, denn unser Seaplane kann nur bei Sicht fliegen.

Im Airport musste ich meine Flasche Glenmorenge Single Malt 15 Jahre bis zum Rückflug gezwungenermaßen beim Zoll einlagern, denn es ist verboten Alkohol einzuführen! Das hätte ich wissen sollen?!

Das Hulhule Hotel entspricht der Vorstellung eines alten chinesischen Hotels, denn alles ist gefliest! Es lässt sich sicher leicht sauber halten, aber einen entsprechenden Eindruck hinterlässt es allemal. Uns wurde zwar versichert, dass dies das beste Hotel am Platz ist, doch macht diese Aussage es nicht besser. Außerdem kostet das Zimmer, auf dem es nicht mal eine Flasche Wasser kostenlos gab, US $ 190,-! Das scheußliche Frühstück will ich nicht weiter beschreiben.

Am nächsten Morgen werden wir bereits um 06:40 abgeholt und zum Seaplane Airport gefahren. Nach etwa 30 Minuten Flug landen wir in der Lagune des Hilton Resorts,  in dem wir die nächsten 5 Tage verbringen wollen.

Die gesamte Hotelanlage macht wirklich einen ausgezeichneten Eindruck, alles wirkt und ist auch sehr gepflegt, die Strände sind blütenweiß, das Meer türkisgrün und im Wasser tummeln sich jede Menge Fische. Hier macht Schnorcheln wirklich Spaß, doch muss man sich erst einmal wieder an den Schnorchel und die Maske gewöhnen. Chris tritt das Wasser mit den Flossen statt die Beine zu schwingen.

Jede Menge Fische, Babyhaie bis 1 m, großer Rochen etwa 1 m, viele kleine, aber auch immer wieder 60-80 cm Fische ziehen unter uns durch das Wasser ihre Bahnen. Wir wohnen nämlich über dem Wasser und können somit das Treiben im Meer bewundern, wenn wir nicht gerade selber im Wasser sind, bzw. Essen oder Trinken.

Übrigens gibt es in der Hotelanlage und in der Minibar jede Menge an alkoholischen Getränken zu kaufen!!

Die Bungalows sind auf zwei kleine Inseln verteilt, d.h. jede Insel hat man in 30 umlaufen. Teilweise stehen die Bungalows in Strandnähe oder aber wie der unserige Mitten im Wasser.

Es gibt 7 Restaurants, eines Unterwasser, eines überm Meer, ein „Markt“ in dem 5 verschiedene Länderküchen angeboten werden (italienisch, japanisch etc.), zwei am Strand, etc. Das Essen ist sehr gut, aber auch recht teuer, ganz zu schweigen vom Weinpreis! Viele Wassersportmöglichkeiten werden kostenlos angeboten, nur die mit Motor sind zu bezahlen.

Zwischen den beiden Inseln tuckert unentwegt ein kleines Boot als Taxi hin und her.

Am Abreisetag mussten wir unseren Bungalow leider schon um 12:00 räumen und saßen dann bis 16:45 in einem Raum neben der Rezeption, der einzige, der gekühlt war. Dann wurden wir zum Seaplane gebracht und nach Male zum Airport geflogen. Dort angekommen wird man sich selbst überlassen und wir mussten weitere 6 Stunden auf den Abflug warten! Gott sei Dank gab es ein Mövenpick Eiskaffee und mein Geburtstagsgeschenk von Daniela, einen „Sudoku Computer“, mit dem ich mir die Zeit vertrieben habe.

Wir haben zwar in einem ausgesprochen tollem Hotel gewohnt, doch ist die Anreise und Abreise aus Asien ist sehr mühselig und teuer.

Man sollte auf jeden Fall so frühzeitig landen, dass man noch am selben Tag mit einem Seaplane zur Insel kommt. Auch der Rückflug sollte nicht nach 18 Uhr sein, denn dann braucht man nicht solange am Flughafen rumzuhängen.